So oder so ähnlich kann ich meine momentane Situation nur beschreiben. Seitdem ich weiß, dass der baldige Weggang nach Meißen ansteht, habe ich mir vorgenommen, die Monate bis dahin so angenehm wie möglich zu gestalten. Nun muss ich sagen, dass meine Tage generell nicht sehr ausgefüllt und anstrengend waren, aber verbessern kann man ja immer etwas. Was alles so ansteht in der kommenden Zeit, soll hier noch nicht detailliert ausgeführt werden, aber schon dieses Wochenende hat die schöne Zeit begonnen. Samstag Mittag begab sich ein Großteil des Gesundheitszirkels auf mehrere Autos verteilt auf die kurze Reise in das schöne thüringer Land. Unsere schnuckelige Herberge versprühte Landschulheim-Charm und da wir alle im Herzen und Geiste jung geblieben waren, war dies überhaupt kein Problem und nur eine weitere Einladung zu allerlei Spaß. Direkt nach der Ankunft wurden also zunächst, die Autos entladen, die Zimmer und Betten bezogen und direkt der Bollerwagen für einen kleinen Ausflug mit Ess-und Trinkbarem bestückt. Hier bot sich mir auch die Gelegenheit meine neue Kamera auszuprobieren und ich habe wirklich wild und wahllos auf alles gehalten, was mir vor die Linse kam.
Der Weg führte uns in das nahegelegene Wolfersdorf, wo wir neben einem unfreiwilligen wie unpassenden Abstecher in ein Entziehungsheim vor allem an einem alten Jagdschloss verweilten. Nach einer kurzen Runde um den angrenzenden See traten wir dann den Rückweg zur Herberge an, wo schon der Grill auf uns wartete. Diesmal allerdings durften wir den Luxus genießen, begrillt zu werden und deshalb konnten wir noch etwas Zeit im sportlichen Zweikampf an der Tischtennisplatte verbringen oder die Welt mit unserem Gruppen-Baby Leon entdecken.
Nach dem ausgesprochen leckerem Essen wurde der Verdauung halber noch einmal der Weg um die Platte angetreten bevor sich die männlichen Mitreisenden zur Beschaffung des Feuerholzes in den nahen Wald begaben. Schon nach kurzer Zeit hatten wir auch eine beachtliche Menge zusammengetragen und so gesellten wir uns um das wärmende Lodern der Flammen. Für die weitere Verköstigung sorgten Maria & Maria mit echt amerikanischen Marshmallows. Weitaus wichtiger war aber natürlich die flüssige Nahrung, welche wir auch in rauen Mengen und keiner bestimmten Reihenfolge genossen. Bei netten Lagerfeuergeschichten und myteriösem Rascheln von hinten wärmten wir uns am Feuer, welches Dank Bütti nie kleiner wurde und ebenfalls seinen Teil zu unserem gesunden Teint beigetragen hat. Bis etwa 3.00 Uhr hielten es die letzten Männer aus, bevor auch wir uns in die Betten begaben.
Der Spaß zuvor war lang, die Nacht dafür umso kürzer. Irgendwann zwischen 7.30 und 8.00 Uhr endete die Nacht durch die liebreizende Präsenz von Doreen in unserem Zimmer, welche später auch noch Maria mitbrachte. So kämpfte ich mich dann mit etwas vernebeltem Kopf aus den Federn und begab mich unter die Dusche, wo ich die Überbleibsel der letzten Nacht wegwusch. Frisch geduscht und gekleidet führte der Weg wieder nach draußen, wo wir bei schönstem Sonnenschein unser Frühstück genießen durften. Nach Kaffee und Brötchen widmeten manche sich noch einmal dem Tischtennisspiel während andere schon ihre Sachen packten und die Abreise vorbereiteten. Da das Wetter zu schön war und das Wochenende noch nicht zu Ende sein sollte, beschlossen wir noch einen Ausflug zur Leuchtenburg. Da Burgen meistens auf Bergen gelegen sind, mussten natürlich auch wir zunächste einige Höhenmeter überwinden, bevor wir zunächste den Ausblick und später ein Bier, eine Limo oder auch beides in Form von Radler genießen konnten. Zuletzt stellten wir uns noch für ein obligatorisches Gruppenfoto auf. Außerdem entdeckten wir, dass wir irgendwie auch ins Mittelalter gepasst hätten, sei es kulinarisch oder rein äußerlich.
Am Fuße des Berges trennten sich dann schon die ersten Wege, als wir alle die Heimreise antraten. Somit endete ein schönes und natürlich viiieeel zu kurzes Wochenende mit meinen geschätzten Freunden. Allerdings besteht kein Grund zur Traurigkeit, denn wie Angedeutet stehen schon die nächsten schönen Ereignisse vor der Tür.
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