Donnerstag, 24. Juni 2010

Einen hat's erwischt...

Geschätzte Leser, hier ist nun tatsächlich - und das auch relativ zeitnah - der kleine Bericht zum Urlaub in Bulgarien. Für alle, die es noch nicht wissen, sei hier noch einmal der Rahmen abgesteckt: es war nicht einfach nur eine Woche Sommerurlaub, sondern die Junggessellenabschiedsfahrt für unseren Freund Bütti und darum sind wir 11 Männer zum Sonnenstrand aufgebrochen. Günstig gelegen während der WM war der Tagesablauf auch eigentlich schon vorbestimmt: ab Vormittag am Pool, abends in einer Bar ein Spiel sehen und danach ins Nachtleben.

Schwarzes Meer und Sunny Beach

Unser angehender Bräutigam wusste natürlich von nichts und war demnach äußerst positiv überrascht, als er sah, dass es doch nicht der Wanderausflug nach Schkopau werden würde. Schon am ersten Tag ging es ziemlich direkt an den Pool, wo wir auch gleich zeigten, was diese Woche angesagt wäre: Suff, Pool-Action und jede Menge Opferball. Das Publikum war noch zurückhaltend. Schon am ersten Abend aber stand dann das erste Deutschlandspiel an und so entschieden wir uns nach überzeugender Werbeoffensive dafür, das Spiel in der Party Hütte zu gucken.


Ba-ba-banküberfall!
Wie das Spiel ausging, dürfte ja jeder noch wissen. Dementsprechend enthemmt feierten wir zunächst noch vor Ort mit einigen Säulen Bier, alle gebracht von unserer liebreizenden Barmaus Nelly (aka Nele). Danach ging es nach Hause ("So gehen die Deutschen..."), allerdings nicht ohne noch einen Abstecher ins Aldi zu machen, wo noch einmal der Biervorrat aufgestockt wurde. In der Lobby wurden dann die Vorzüge des bulgarischen Fernsehens entdeckt und eines der denkwürdigsten Fotos dieses Urlaubs gemacht, welches hier aus Jugendschutzgründen allerdings nicht gezeigt wird.

Lovely Nelly
Neuer Tag, selbe Leier. Pool, Essen, Fussball. Achja, zwischendurch musste Bütti natürlich eine seiner Tagesaufgaben erledigen: 20 Kaltwachsstreifen gegen eine geringe Gebühr an den Mann oder die Frau bringen, um sie sich anschließend vom Leib ziehen zu lassen. Mit Bravour überstand er die Tortur und erhielt dafür eine schöne Belohnung: einen Cocktail von jedem. Dabei lernten wir am Abend auch erstmals so richtig das Nachtleben kennen und zogen von Bar zu Bar und Club zu Club. Den anstrengenden Werbemühen der Promoter konnte dabei nicht jeder von uns widerstehen, was allerdings auch den einen oder anderen Free-Shot zur Folge hatte. Bütti's Abend jedenfalls war äußerst erfolgreich...

Bütti genießt die Cocktails und den Anblick der Gogos

Stefan im Nahkampf und Bütti mit viel Bodenhaftung

Ansonsten gestaltete sich die Woche weiterhin äußerst monoton, jedoch nie langweilig. Tagsüber am Pool chillen und mit den neuen und alten Bekanntschaften Spaß haben, abends dann wieder Fussball und Nachtleben. Bis Freitag dann schließlich das nächste Spiel der Nationalmannschaft auf dem Plan stand. Never change a winning team: auch diesmal pilgerten wir wieder in die Party Hütte. Auch hier dürfte der Ausgang des Spiels noch bekannt sein, aber davon ließen wir uns nur kurz entmutigen und sprangen anschließend lieber in die Fluten. Nicht alle fanden dabei so ganz freiwillig den Weg zum kühlen Nass, andere mussten sich mehr Gedanken über den Verlust der Badehose machen. Spaßig war es in jedem Fall.


Bütti löst die Tagesaufgabe und Nadine wird baden gegangen


Säulensaufen!

Nachdem sich die Nacht zum Samstag dann doch recht lange hingezogen hatte und nicht jeder am Samstag den frischesten Eindruck machte, stand der Tag neben der bevorstehenden Abreise vor allem nochmal im Zeichen des gepflegten Chillens. So verließen wir den Pool nahezu nie, lediglich ein paar der alten Männer begaben sich zum Minigolf-Profi-Parcours und versuchten ihr Glück. Und ja, eine Hole-in-one erzielte ich natürlich auch. Hast du noch Sex oder golfst du schon?



Posing am bezwungenen Loch

Nachdem die Taschen dann gepackt waren und die letzte Mahlzeit zu uns genommen, zogen wir dann doch nochmal in unser mittlerweile zweites Zuhause: BarOne. Von Rossi, Stan the Man und den anderen freudig empfangen genossen wir unsere letzte Happy Hour und natürlich auch ein bisschen Group Sex. Außerdem haben wir in Bütti's Geburtstag reingefeiert, wobei uns das Personal dann auch behilflich war. Die Kirschen auf seiner Sahne teilte er denn auch mit mir.


A-Morena-Kirschen!

Neuerlich bewaffnet mit ein paar Bier vom Aldi holten wir dann unsere sieben Sachen und machten es uns in der Lobby gemütlich. Es spricht wohl für uns, dass auch um 2.00h nachts einige unserer neuen Freund kommen wollten, um sich von uns zu verabschieden. Der Abschied fiel mir mitunter schwer, doch die Busfahrt sollte ja auch nochmal ein letztes Highlight werden. Bewaffnet mit dem Liederbuch stimmten wir zahlreiche Gassenhauer an und gestalteten damit die Nacht unserer Mitfahrenden unfreiwillig ereignisreich. Aber wer will schon schlafen?


Gruppenfoto zum Abschied
Nachdem wir auf dem Flughafen dann auch an Bord unseres Fliegers gehen durften (natürlich nicht ohne vorheriger Androhung dieses nicht tun zu dürfen!), ging es wieder gen Heimat, wo uns der kühle Morgen empfing. Zunächst war ich einigermaßen froh, dass alles vorbei war, da es vor allem gegen Ende doch auch recht anstrengend war, aber mittlerweile würde ich die Zeit doch sehr gern wieder zurückdrehen und das spricht doch eigentlich auch für sich.
Zum Schluss folgt nun noch eines meiner Lieblingsfotos dieses Urlaubs. Es erklärt sich von selbst.

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