Sonntag, 31. Oktober 2010

Halloween bei Anne

Nachdem ich ja nun in Sachsen gelandet bin, wurde mir ja auch sofort der Reformationstag geklaut. Zwar ist dies eine Gemeinheit - keine Frage - aber man kann an diesem Tag ja auch anderes feiern. Halloween bietet sich da an. Da dies außerdem Anne's höchster Feiertag ist, hat sie uns kurzerhand zum Plätzchenbacken eingeladen. Zwar sind wir keine Kinder und haben uns demnach auch nicht übermäßig verkleidet oder sind von Tür zu Tür gezogen, aber unserem Spaß steht dies natürlich nicht im Wege. Und nachdem wir den ersten Schwung Hexen und Fledermäuse ausgestochen und in den Ofen verbannt hatten, machten wir uns über den von mir beigesteuerten Carrot Cake her. Anschließend wurde noch ein zweiter Schwung gebacken, ehe wir unsere Köstlichkeiten auch genießen konnten. Naja, so ganz ohne kindische Flausen geht es dann aber doch nicht. So kam es dann, dass wir uns doch ein wenig gegenseitig dekoriert haben, sei es mit Katzenohren, Heiligenschein oder einfach Filzstift und Stempel. Age is but a number eben. Und so klang dieses schöne Wochenende und der Monat im Kreise liebgewonnener Menschen aus. Was will man mehr?

Gruppenfoto mit Nudelholz

Ralf hat sich hübsch gemacht

Wer braucht schon Papier, wenn man Haut hat?

Der (Heiligen-)Schein trügt nicht, wir sind ein Herz und eine Seele.

Immer ein Engel: Anne.

Biber in Döbeln

Man stelle sich vor: ein Samstag ohne Hausaufgaben. Gut, eigentlich hatte ich natürlich Hausaufgaben, aber nachdem ich unter der Woche schon so fleißig war, hatte ich mir doch mal ein freies Wochenende verdient. Wie gut hat es sich da getroffen, dass die Biber in Döbeln gastierten. Es versteht sich also von selbst, dass hier ein Pflichtbesuch auf dem Programm steht. Und ich konnte sogar Anne begeistern, den Weg mit mir gemeinsam anzutreten. Bereits im Auto warnte ich sie jedoch vor, dass wir hier wohl nicht viel reißen könnten, da Döbeln unangefochtener Tabellenführer ist und die Biber ein wenig in der Krise stecken. Aber als Fan ist dies ja kein Grund, nicht doch mit dem Wunder zu rechnen. In der Halle fand sich tatsächlich ein weiterer Fan und so feuerten wir zu dritt unser Team an. Was soll man sagen, es war äußerst erfolgreich. Schon sehr früh konnte man die ersten beiden Treffer erzielen und auch in der Folge kam Döbeln nie näher als ein Tor an uns heran. Dabei zeigten die Biber hier eine richtig gute Teamleistung, man nahm jeden Zweikampf an und bestach mit ungekannter Laufbereitschaft. Auch Standards konnten diesmal verwertet werden und das Überzahlspiel war ebenfalls fruchtbar. Aus dieser großartigen Leistung ragten jedoch vor allem zwei Spieler heraus; zum einen Goalie Daniel Maye, der großartige Reflexe zeigte und so auch einige der 'Unhaltbaren' abfing, und zum anderen 'Neuzugang' Eric Kindler, der in der Spitze bereits viele Bälle abfing und vorm gegenerischen Tor eiskalt war.
Und so kam es dann, dass der Andi den hochverdienten 8:10-Auswärtssieg bejubeln konnte und dies auch ausgiebig tat, inklusive allerlei Geschrei und Herzrasen.
Jungs, das war geil! Weiter so, denn in 2 Wochen bin ich endlich auch wieder beim Heimspiel am Start.

Ein eingeschworenes Team, vor und während des Spiels.

Eine Frage des schlechten Geschmacks...

Was StuK ist, habe ich ja bereits erklärt. Zu erwähnen ist allerdings, dass alle paar Monate der StuK nicht im Wohnheim, sondern in der Mensa stattfindet. Und auch dann gibt es natürlich ein Motto, so geschehen letzte Woche. Während man sich sonst Mühe geben sollte, einigermaßen passabel auszusehen, war diesmal das Gegenteil gefragt: es war bad-taste-Party. Bereits im Vorfeld merkte ich, dass es gar nicht so leicht ist, sich richtig scheiße anzuziehen und so wurde letztlich improvisiert.
Nachdem wir die Party ab 21.30h in Gang brachten, fand man uns pendelnd zwischen Dancefloor und Bar. Die beiden DJs ließen es sich auch nicht nehmen, die passende bad-taste-Musik aufzulegen und so wurde zu alten Klassikern, neuen Gassenhauern und jeder Menge guter 90er-Hits ausgbiebigst getanzt und gebechert. Gegen 2.00h war ich dann auch zu Hause, schlummerte sanft ein und stellte am nächsten Morgen fest, woher diese Party ihren Namen hat: wegen des schlechten Geschmacks im Mund, mit dem man zwangsläufig aufwacht...

Anne, Laura und Lisa
Evacuate the dancefloor? Nicht mit uns!

Anne & Verena

Gruppenkuscheln

Mal so im Überblick. Sah schon scheiße aus.

Falko & Nicole

Extase auf der Tanzfläche

Checker unter sich

Serata Italiana

Es war einmal, da hatten wir nachmittags Zeit. In unserem jugendlich Leichtsinn haben wir uns daher für einen Italienischkurs eingeschrieben. Wir, das sind Anne, noch eine Anne, die Lisa und ich. Doch dann kam Frau Ziller. Und ab diesem Zeitpunkt hatten wir nachmittags keine Zeit mehr. Also haben wir den Italienschkurs wieder geschmissen. So ganz dabei belassen wollten wir es aber nicht und so dachten wir uns: kochen wir doch wenigstens mal italienisch. Gesagt, getan. Als charmante Gastgeberin lud uns Anne nach Dresden ein. Und weil wir ja sozial sind, durften Olli und Nico auch mitkommen. Außerdem war noch Anne's Freund, der Ralf, sowie deren gemeinsamer Freund Robert am Start. Und so haben wir dann gemütlich gekocht, lecker getafelt, ein wenig getrunken und vor allem viel geschnackt und gelacht. Auch wenn wir also letztlich wenige Vokabeln gelernt haben, im gemütlichen Beisammensein benötigen wir keine Nachhilfe.

Lisa, Nico, Robert, Anne und Ralf

unsere liebenswürdige Gastgeberin: Anne

Olli & ich

Auswärtsbiber

Der Rückweg nach Meißen wurde allerdings durch einen kleinen Umweg verlängert. Der Grund ist ein einfach: Entzugserscheinungen. Und zwar ganz schlimme. Keine Sorge, am Alkohol mangelt es mir gewiss nicht. Dafür aber umso mehr an grün-weißen Höchstleistungen, am Powertackling, am Lochball. Sehr gelegen kam mir daher die Auswärtspartie der Saalebiber bei den Igels Dresden, welche ich als starker Fanblock der Gäste bewundern durfte. Sonderlich wundervoll war es dann allerdings nicht, denn schon früh war das Spiel entschieden. Man verschlief das erste Drittel und lag quasi uneinholbar zurück. Bis zum Ende konnte man dann zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, aber zum Sieg gereicht hat's freilich nicht. Dennoch war es schön, ein paar bekannte Gesichter zu sehen und die Entzugserscheinungen ein wenig zu befriedigen. Einen ausführlicheren Spielbericht gibt es natürlich auf der Biber-Homepage.

Einschwören auf den Fight

Dave zeigt Bissigkeit

dennoch ein ernüchterner Pausenstand

lange Gesichter sind da die Folge

da hilft auch kein Foulen und Lamentieren

sondern einzig Einsatz

Besuch in der Heimat

So schön, dass ich nie hier weg wollen würde, ist es dann aber doch auch nicht. Das Heimweh überkommt mich schon hin und wieder und das beste Gegenmittel ist dann bekanntermaßen, einfach die Reise in die Heimat anzutreten. Besonders lohnenswert ist dies, wenn man die kurze Zeit dann ausgiebig nutzen kann. So geschehen vor wenigen Wochen, als es am Freitag zunächst nach Berlin zum Länderspiel gegen die Türkei ging (wovon ich leider noch keine Bilder habe) und der Samstag dann dazu diente, aufgeschobene Geburtstagsgeschenke endlich einzulösen. Und so haben Jana, Fine und ich zunächste bei schönstem Wetter den hallischen Bergzoo aufgesucht. Bepackt mit Proviant und jeder Menge Flausen im Kopf haben wir so die Tiere begutachtet, die uns sicher seltsamer fanden als wir sie. Anschließend ging es dann zum Chinesen, um sich nach dem vielen Laufen auch ordentlich den Bauch vollzuschlagen. Das Büffet wurde geplündert und wir waren bis zum Platzen gefüllt. Beste Voraussetzungen also, um den letzten Tagesordnungspunkt anzutreten. Bereits seit März geplant, konnten wir nun endlich das Konzert von Tina Dico im Urania genießen. Vermutlich wird die niemand kennen, empfohlen sei sie daher umso mehr. Wer auf gute, handgemachte Musik steht, ist hier genau richtig. Und so klang dieser Abend dann auch sehr stimmungsvoll aus und der Trip back home war ein voller Erfolg.

Seelöwe

mein kleines Lieblingsvikunja

drollige Erdmännchen


Fine & Jana

und Fine & ich

Wer erkennt, was wir nachstellen, gewinnt nichts.

Aber wir können auch normal.

Jana & Meister Pätz

die wundervolle Tina Dico

und ihr ebenfalls wundervoller Helgi

Elbprovinz

Natürlich friste ich mein Dasein nicht ausschließlich in meinen eigenen vier Wänden oder der FH, hin und wieder bekomme ich auch Freigang. Üblicherweise rotten wir uns dann in mehr oder minder kleinen Grüppchen zusammen, erkunden ein wenig die Umgebung oder versuchen ganz einfach mal den Alltag zu vergessen. Alkohol hat sich da als probates Mittel bewiesen. Und so kommt es nicht allzu selten vor, dass wir mittwochs im Studentenkeller (kurz: StuK) enden und dort bis tief in die Nacht tanzen, singen, trinken und schnacken, nur um dann am nächsten Morgen den Kopf weich auf den Aichberger zu betten. Manchmal finden wir uns auch in der einen oder anderen Wohnung ein und kochen, um einen etwas relaxteren Ansatz zu wählen.

die fleißigen Postmänner von Meißen
Schloss Siebeneichen

Klosterruine


der Dom

Blick auf die 'Neustadt'
irgendwo da wohne ich
Blick auf Albrechtsburg und Dom
ein Teil der neuen Freunde
Vorglühen vorm StuK
Grillen bei Diana

Die eigenen vier Wände.

So, nachdem ich es lange versprochen und noch länger vor mir hergeschoben habe (es lebe die Prokrastination!), kommt hier nun endlich mal ein Bericht zu fast allem, was ich seit August erlebt habe. Primär stand dabei natürlich der Umzug in mein neues Leben im Fokus. Nach wiederholtem Ein- und Auspacken, Aufbauen der Möbel etc. konnte ich Anfang September endlich in meiner ersten eigenen Wohnung sesshaft werden. Was soll ich sagen, es geht mir richtig gut hier! Es ist noch nicht das herrschaftliche Palais, das ich anstrebe, aber bis dahin dient es als Kommandozentrale für das Anmichreißen der Weltherrschaftspläne. Als Rentensachbearbeiter sitzt man da schon am richtigen Hebel, wie ich mittlerweile weiß...
Wie ihr auf dem Bild unten vielleicht erahnen könnt, ist es alles recht geräumig, wenn auch noch karg möbliert und dekoriert. Mittlerweile sieht es aber auch schon wieder ein bisschen anders aus, man hinterlässt eben seine Spuren. Nach wie vor ist ein Jedermann und eine Jederfrau recht herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild davon zu machen. Bis dahin müsst ihr euch damit begnügen.

My home is my castle.