Es ist geschafft! Naja, für den Moment zumindest. Letzte Woche endete der erste Ausbildungsabschnitt mit zwei Prüfungen in Renten- und Sozialverfahrensrecht. Wie üblich habe ich kein wirkliches Gefühl und muss daher zunächst die Ergebnisse abwarten, aber wir sind ja optimistisch und denken, dass es schon irgendwie gereicht haben wird.
Am Freitag dann hatte ich einen ganzen Tag lang Ferien und selbst das fühlte sich schon wie Luxus an. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, dass man jahrelang Student war und da auch mal 10 Wochen und mehr Semesterferien hatte. Aber so wurde dann eben dieser eine Tag und das anschließende Wochenende für eine kurze Heimreise nach Halle genutzt. Neben ein bisschen Erholung sollte die Zeit natürlich vor allem dafür genutzt werden, dass man ein paar 'alte' und neue Gesichter wiedersieht und einfach ein wenig Spaß und Zerstreuung findet. Für letzteres sorgte bereits der Kinobesuch mit Jana am Freitagabend (Love and other Drugs - sehenswert!) und wurde dann am Samstag noch intensiviert. Kurzerhand hatte ich mich bei meiner Lieblingsfamilie, den Wiezoreck-Schubert's, eingeladen, um deren kleine Rasselbande und natürlich die Eltern selbst mal wieder zu sehen. Bevor ich den Besuch antreten konnte, habe ich für den kleinen Noah natürlich auch noch ein kleines Geschenk zusammengeschustert und dabei kam diese Windeltorte heraus:
| eine Windeltorte |
Zwar konnte Noah sie nicht selbst entgegennehmen, aber stellvertretend haben sich seine Eltern für ihn bedankt und die Dekorationsteile, die für Noah nicht geeignet waren, auch gleich den eigenen Leib zugeführt. Für mich gab es lecker Kuchen und Kaffee und vor allem jede Menge Spaß mit den beiden Kleinen. Vor allem Noah (oder Tim?) wollte ich gar nicht wieder hergeben. Anschließend pilgerten wir gemeinsam zum Heimspiel der Saalebiber gegen Dresden (über dessen Ergebnis wir hier kein Wort verlieren...), aber auch dort habe ich mich vor allem für die Kinderschar interessiert, zumal auch der jüngste Gruppenzuwachs Luke Maximus Büttner seinen Einstand gab und der versammelten Schar präsentiert wurde. Anschließend kehrten wir zu Wiezorecks zurück, um den Abend bei weiteren Kindereien, Leckereien und Spielereien ausklingen zulassen. So war das Wochenende für mich also sehr gelungen.
| Noah und Leon |
Am heutigen Montag nun sollten neue, andere Zeiten anbrechen. Vorbei ist es mit der Ruhe des Studiums in der FH - willkommen im Büroalltag! Erwartungsgemäß ist heute noch nicht allzu viel passiert, aber schon das frühe Aufstehen hat einen ersten Vorgeschmack auf anstrengende Tage gegeben. Nachdem wir in einer kurzen Vorstellungsrunde dem Ausbildungsteam präsentiert wurden, fand dann auch die Einteilung in die Einzelnen Gruppen statt, wobei ich in das mit nur zwei Auszubildenden kleinste Team kam. Bisher empfinde ich das als Vorteil; schauen wir mal, ob das so bleibt.
| der erste Schritt auf dem Weg zur Weltherrschaft |
Natürlich wurden wir auch ein Wenig im Haus herumgeführt, bekamen dabei das Casino (also doch militärischer Drill in der Rentenversicherung!) und das Formularlager (beängstigend!) zu sehen. Anschließend wurden wir mit allerlei Büroutensilien ausgerüstet; darunter fanden sich auch einige coole Dinge, die mir ein Gefühl vermitteln, dass auch ich kleines Licht eine gewisse Macht haben werde, etwa dieses hier:
| Insignien meiner Macht |
Gemeinsam mit Lisa habe ich dann unser Büro bezogen und wurde von unserer Ausbilderin Frau Schöne - welche ihrem Namen alle Ehre macht - in ein paar erste Dinge eingewiesen, alles aber noch recht unspektakulär. Aber am ersten Tag muss man ja auch nicht gleich verschreckt werden. Am Nachmittag fanden sich auf unserem Schreibtisch dann aber doch noch die ersten Unterlagen ein, welche noch gesichtet und aufgearbeitet werden wollten. Und so saß ich dann bis 17.00 Uhr an meinem Schreibtisch, beobachtete die einbrechende Dunkelheit und habe vor mich hin studiert. Und zum ersten Mal stellte sich auch das Gefühl ein, dass es sich um ein Studium handelt.
| Kollegin Lisa |
Anschließend ging es wieder Richtung Meißen nach Hause. Allerdings musste ich nicht selbst fahren, da Diana, Nico, Marcel und ich eine Fahrgemeinschaft bilden und ich so nur eine Woche im Monat selbst hinter das Steuer muss. Morgen geht es noch etwas früher los; 6.30 Uhr treffen wir uns zur Abfahrt Richtung Dresden, wo wieder mein Schreibtisch auf mich warten wird und hoffentlich auch ein paar spannende neue Aufgaben. Mal schauen, wie sich der Büroalltag weiter gestalten wird. Wenn es lohnenswert ist, wird an dieser Stelle sicher darüber berichtet werden.
| mein Schreibtisch - mein Reich |