So, mittlerweile scheine ich ja in einen gewissen monatlichen Rhythmus zu verfallen was meine Updates angeht, also ist es heute mal wieder an der Zeit dafür.
Was gibt es Neues? Nicht viel. Ich habe den Männertag überlebt, das ist schon mal die erste große Leistung gewesen. Zwar werden wir jedes Jahr gesitteter, aber das Leistungsvermögen nimmt ja auch ab. Insofern sind die Spuren, die hinterlassen werden, jedes Jahr noch immer deutlich genug. Und so war es auch diesmal wieder. Aber so soll es ja auch sein.
Auf Arbeit neigt sich so langsam auch die Praxisphase dem Ende zu (unglaublich!) und der Urlaub rückt in fast greifbare Nähe. Bei den Wahlen zur Jugendauszubildendenvertretung (JAV) wurde ich zwar nicht direkt in das Gremium gewählt (was bei Listenplatz 4 aber auch fast unmöglich war), bin jedoch erster Nachrückkandidat und war in dieser Funktion auch letzte Woche bereits zu einer ersten Sitzung beim Personalrat in Leipzig. Und diese Woche geht es schon wieder zu einer Sitzung, es läuft also gar nicht so schlecht. Doch das sind ja alles nur Banalitäten verglichen mit meinem Privatleben. ;-)
Letzte Woche Mittwoch war hier in Dresden Campusparty und laut Beschreibung soll es wohl auch die größte dieser Art in Deutschland sein. Kann man sich also nicht entgehen lassen, habe ich natürlich auch nicht. Gepennt wurde - wieder einmal - bei Falko und nachdem er, Nico und ich uns gestärkt (und vollgetankt) hatten, ging es gegen 19.00 auch zum Unigelände, wo wir Anne, Maria, Anne und Anja trafen. Nachdem wir uns einen kleinen Überblick über das Gelände verschafft hatten, beschlossen wir zunächst im Hörsaalzentrum ein bissl zu tanzen (das es draußen auch in Strömen regnete), irgendwann zog es uns aber doch an die frische Luft, wo wir an der Main Stage bereits Frida Gold verpasst hatten, dafür aber noch Madsen und Juli bejubeln konnten. Aufgrund des Wetters war es weitaus leerer als vermutet, aber das hinderte die letztlich erschienenen Massen nicht daran trotzdem für gute Stimmung zu sorgen und so haben wir bis nach Mitternacht Party gemacht, ehe wir wieder den Heimweg in die Neustadt angetreten haben, um am nächsten Morgen wieder frisch und munter hinterm Schreibtisch sitzen zu können.
| Görlitz, von Polen aus gesehen |
| Navi, Hase oder einfach Anne - dieses Lächeln hat viele Namen |
Wer so langsam glaubt, dass ich hier bald mal alle Vorzüge Dresdens aufgezählt haben müsste, der irrt gewaltig. Da fehlen wirklich noch viele und vor allem ein ganz wichtiger: die Nähe zum Ausland. Und so hatten Anne, Lisa und ich beschlossen, dass wir am Pfingstsamstag doch mal einen Ausflug nach Görlitz machen könnten. Gesagt - getan. Kurz nach 11.00 ging es hier los und schon eine Stunde später waren wir im Herzen der östlichsten Stadt Deutschlands. Nach einem kurzen Bummel durch die wirklich wunderschöne Altstadt ging es zunächst zur Stärkung auf die polnische Seite nach Zgorzelec. Für 10 Euro (inkl. Trinkgeld) konnte ich dort einen sehr leckeren Hauptgang, ein großes Pils und einen sehr guten Eisbecher genießen. Hier stimmen Preis und Leistung also noch. Anschließend sind wir dann auf der deutschen Seite weiter spaziert, jedoch ein wenig anders als geplant. Durch Zufall kamen wir auf Geocaching zu sprechen und da wir es selbst einmal ausprobieren wollten und ein Cache auch ganz in der Nähe war, begannen wir unsere Schatzsuche. Die ersten Rätsel lösten wir schnell, jedoch war der Cache nicht aufzuspüren. Vermutlich hatte ihn irgendwer entfernt. Jedoch ließen wir uns davon nicht entmutigen und haben gleich die nächste Jagd begonnen, nun auch mit Erfolg. Zwar hat das unsere eigentlichen Ziele - den Tierpark und die Parkeisenbahn - völlig aus dem Programm verdrängt, dafür konnten wir bei schönstem Wetter durch den Park streifen und gleichzeitig noch etwas Bildung mitnehmen. Und eigentlich ist es ja auch egal, schließlich kommen wir eh wieder, das ist schon fest eingeplant. :-) Bevor die Rückreise angetreten werden konnte, musste natürlich auch der Durst meines Autos gestillt werden, aber mit preiswertem polnischen Benzin ist das ja überhaupt kein Problem. Und wenn man sich das dann mal durchrechnet, hatte man für etwa 15 Euro einen ganz fantastischen Tag und war sogar im Ausland. Was will man mehr?!?
| der verdiente Lohn - schon vor der "Arbeit" |
| die Jagd nach dem ersten Cache |
Jedoch wollte wir Dresden nicht vernachlässigen und so hatten wir für den Sonntag schon den nächsten Trip geplant. Am frühen Nachmittag trafen wir uns - diesmal noch verstärkt um Ralf - am großen Garten, um zunächst eine Runde mit der Parkeisenbahn zu fahren. Und wie es der Zufall (...) nun so will, war an der Parkeisenbahn wieder ein Cache zu finden! Naja, das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und auch diesen Schatz gehoben. Mittlerweile waren wir auch ein wirklich eingespieltes Team und ein Rädchen griff perfekt in das andere. Und wo wir nun schon mal im großen Garten waren, haben wir gleich noch zwei weitere Caches aufgespürt. Ja, so gut waren wir nun schon. Und so infiziert! Da das viele Umherlaufen jedoch irgendwann auch anstrengend wird, sind wir dann auf das Auto umgestiegen und direkt nach Radebeul gefahren, um uns mit einem fantastischen Eisbecher zu belohnen. Ja, das war auch wirklich nötig. Nach einem langen Tag an der Sonne kann so ein bisschen Abkühlung wahrlich nicht schaden... Anschließend ging es dann zu mir nach Meißen, wo ich für den Abend zum Grillen geladen hatte. Da ich ja nun auch über ein kleines Gartengrundstück verfüge und dieses schließlich auch genutzt werden will, fand ich diese Variante doch wirklich am ansprechendsten. Nachdem das Feuer also entzündet und alles vor- und zubereitet war, konnten wir die leckeren Speisen genießen. Und das taten wir auch so ausgiebig, dass es uns sofort nach einem kleinen Verdauungsspaziergang gelüstete. Da bloßes Laufen für unsere gehobenen Ansprüche aber doch zu banal gewesen wäre, haben wir auf unserer kleinen Runde natürlich auch noch zwei Caches in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung und der FH gefunden. Gott, sind wir gut! Als wir dann wieder in meinem Garten saßen und feststellten, wie großartig das Wochenende doch bisher war, konnte das Fazit nur eines sein: auch den Montag muss man gemeinsam verbringen!
| Arbeitsteilung im Großen Garten - Geocaching für Fortgeschrittene! |
| auf Tuchfühlung mit den Parkbewohnern |
| Ralf nach erfolgreichem Cache am alten Hospital |
Doch was tun? Ja, genau, da gibt es doch sicher noch ein paar Caches irgendwo?!? Also entschieden wir uns für das malerische Hellerau, die älteste Gartenstadt Deutschlands und direkt vor den Toren Dresdens gelegen. Nachdem wir zunächst zwei Caches im alten Teil der sehr idyllischen Stadt gehoben hatten, sackten wir noch Anne's kleinen Bruder ein und machten uns im neuen Teil auf die Suche. Da wir uns mittlerweile schon wie kleine Profis fühlten, wagten wir uns auch sofort an einen höheren Schwierigkeitsgrad, was aber auch schnell zu spüren war. Die Rätsel wurden härter, die Wege länger. Aber letztlich, nachdem die Motivation kurzzeitig schon fast verschwunden war, erreichten wir das Ziel und den bisher eindeutig besten Cache. Das war es wirklich wert! Quasi auf dem Rückweg stöberten wir sogar noch einen weiteren auf, was unsere Bilanz nur noch besser aussehen lässt. Da langsam aber Wind aufkam und Wolken den Himmel verdunkelten, wollten wir es dabei belassen. Schnell liefen wir noch einmal zu Anne's Elternhaus, um uns von der Familie zu verabschieden, jedoch lies die das gar nicht zu und so fanden wir uns nach kurzer Zeit (und einer noch kürzeren Runde Tischtennis) schon am Kaffeetisch der Familie wieder und genossen ein echtes Feiertagsfamilienkaffeetrinken. Und dies war dann wirklich auch der krönende Abschluss für so ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und in jeder Hinsicht (ent-)spannendes Wochenende. Es fühlte sich wirklich an wie drei Tage Urlaub irgendwo im Ausland. Aber das schönste ist, wenn man hinterher weiß, dass auch dies nur eine Episode war und die Fortsetzung garantiert ist...
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