O'zapft war's! Auch dieses Jahr habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und die Gelegenheit des verlängerten Wochenendes beim Schopfe gepackt und bin nach München aufgebrochen. Während in den letzten Jahren ja eher das Familienprogramm angesagt war, sollte es dieses Mal doch eher auch um das Treffen mit Freunden gehen. Nachdem die Hinreise also absolviert war, stand gleich am Samstagmorgen das langersehnte Treffen mit Liesa auf dem Plan. Man kennt sich aus Halle und hatte auch hier schon jede Gelegenheit zu Ausflügen in die Cafés der Saalestadt genutzt, aber da Madame ja nun in München weilt, war der Wiesnbesuch in diesem Jahr natürlich Pflicht! Nachdem wir uns also an der Bavaria getroffen hatten, drehten wir eine Runde über die Wiesn ehe wir zum Mittag in die Augustiner Braustuben einkehrten. Neben deftigem Essen diente hier natürlich auch die Mass der Stärkung, die wir auch dringend nötig hatten. Schließlich lag vor uns noch ein schöner Spaziergang bei goldenstem Oktoberwetter durch den Englischen Garten. Inmitten der herbstlichen Idylle genossen wir die Schönheit der bayrischen Hauptstadt, ehe wir zurück zur Theresienwiese fuhren, wo ich Liesa an Verena übergeben konnte, natürlich nicht ohne vorher noch dieses Erinnerungsbild mit den feschen Madln zu machen:
| schönes Wetter, schöne Madln: Herz, was willst du mehr?!? |
Ich bin dann anschließend noch mit meiner Familie über die Oide Wiesn geschlendert, wo Pia sich vor allem mit Karussellfahren und den geschossenen Blumen bespaßen konnte. Aber auch ich merkte dann, dass mir nicht nur der Tag, sondern auch die ganze Woche noch in den Knochen steckte und war froh, als ich dann am frühen Abend die Füße hochlegen konnte.
Der Sonntag stand zunächst im Zeichen des Geocachings. Da mein Bruder mittlerweile auch begeistert davon ist und die Schatzsuche für Pia ebenfalls spannend ist, zogen wir ein wenig durch die nähere Umgebung und konnten auch zwei Caches finden. Die Bilanz wird also immer besser.
Nach der Stärkung zum Mittagessen bin ich dann mit meinem Bruder in Richtung Arroganz Arena aufgebrochen, wo bei schönsten Wetter der TSV 1860 München das 'befreundete' Team der Dresdner Dynamo empfangen wollte. Die Hinfahrt gestaltete sich entspannt und auch das Erwerben von Tickets war problemlos und sogar unerwartet günstig. So stand ich dann ganz am Rand des 1860-Blocks, direkt neben der Dynamo-Kurve. Zugegebenermaßen gab es wohl kaum einen gefährlicheren Platz im Stadion, aber auch keinen, an dem die Stimmung besser war. Nachdem ich Anfang der Woche bereits die Partie Dynamo gegen Eintracht Frankfurt bewundern durfte, hatte ich kaum Hoffnung, dass die Dresdner hier einen Punkt würden entführen können. Doch wie falsch ich lag, zeigte sich schnell. Es dauerte nicht lange, da fiel das 0:1. Dann das zweite Tor, das dritte... So stand es kurz vor Schluss 0:4, ehe die Münchner selbst noch zwei Tore zum 2:4-Endstand beisteuern konnten. Fussballerisch war es also ein echtes Fest, wie man es sich besser nicht hätte wünschen können. Schön für mich war zudem, dass im Stadion noch ein paar weitere bekannte Gesichter vertreten warem, mit denen ich mich anschließend auch draußen traf.
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| die Dresdner Crew |
Und allein der Anblick von Anne im Dirndl wäre die Reise nach München schon wert gewesen. Zusammen sind wir dann also wieder in die Innenstadt gepilgert, wo wir uns nach ein wenig Sightseeing im Hofbräuhaus niederlassen konnten, um noch ein paar Kasspatzn und die obligatorische Mass zu uns zu nehmen bevor auch unsere Wege sich wieder trennen mussten.
Am Montag habe ich dann vormittags noch einen letzten Cache gesucht und auch gefunden bevor ich schließlich wieder die Heimreise angetreten habe, welche sich recht anstrengend und kompliziert gestaltete, aber natürlich glückte.
In Meißen hatte die Woche Dank Anne ebenfalls noch zwei kleine Highlights zu bieten. Zum einen waren wir am Mittwoch zunächst in Radebeul noch einen verspäteten Eisbecher auf ihren Geburtstag essen, ehe wir in den nahen Weinbergen rund um das Planetarium einen Cache suchten und anschließend IKEA und den Elbepark unsicher gemacht haben. Die verdiente Belohnung und Stärkung gab es dann in Form von Pasta bei ihr zu Hause.
Am Donnerstag führte uns der Weg wieder nach Dresden, wo wir uns ein wenig nach Zwergkanninchen umschauen wollten und letztendlich auch zwei Exemplare samt der nötigen Ausrüstung für sie gekauft haben. Nachdem wir den beiden Nagern ihr neues Zuhause eingerichtet hatten und der Asia-Mann für das Abendessen gesorgt hatte, mussten wir die beiden natürlich auch noch taufen und haben anschließend auch noch ein wenig mit ihnen gespielt. Und man muss auch ganz klar sagen, dass die beiden Muckis mehr als süß sind und ich mich schon sehr auf ein Wiedersehen freue.
Der Freitag hielt dann wieder einmal eine Heimreise nach Halle für mich parat. Anlass war in erster Linie der gemeinsame Geburtstag von Mathias und Maik, welcher in ganz gebührender Weise auch begangen wurde, wie ich denke. Dafür, dass einem die lange Woche ja doch immer noch in den Knochen steckt, ist es doch ganz beachtlich, dass ich erst nach 5.00 Uhr im Bett lag. Leider war die Nacht aber auch schon sehr früh vorbei, was mir dann aber Gelegenheit dazu gab in den einschlägigen Möbelhäusern nach einem Bild für meine Wohnung zu suchen und in deren Nähe auch nach Caches. Fündig wurde ich in beiderlei Hinsicht.
Am Nachmittag stand dann noch etwas Besonderes auf dem Programm: ein Ehemaligentreffen in der Schule. Zusammen mit allten und Noch-immer-Weggefährten bestaunte man also die Dinge, die sich in den letzten 7 Jahren verändert hatten, plauderte mit alten Bekannten und Lehrern und lauschte einmal mehr den weisen Worten Kurt Töttlers.
Mit dem Wochenende verabschiedete sich dann scheinbar auch der goldene Oktober, aber wir bleiben optimistisch und schauen nach vorn auf die Dinge, die da auf uns warten...
