Lange habe ich darauf gewartet, sehr lange: seit September schlummerte mein Ticket und wartete auf seinen Einsatz und am Freitag endlich war es soweit! Kylie in Leipzig, zum ersten Mal in Ostdeutschland. Die Stadt begrüßte die kleine Australierin mit bestem Frühlingswetter und das war auch für mich gut, denn der Showtag sollte lang werden. Schon um 14:00 war ich an der Arena Leipzig, was natürlich lächerlich zeitig war, aber wenn man schon mal eine Stehplatzkarte hat, dann will man ja auch weit vorn landen. Also muss man auch rechtzeitig da sein.
| das Setting: ein griechischer Tempel |
Natürlich war ich aber nicht der Erste vor Ort, schließlich gibt es ja noch viele wesentlich verrücktere (ja, tatsächlich!) Fans. Aber viele waren auch nicht vor mir. Und lustigerweise wusste bei einigen auch, wer sie sind, da man sich aus dem Fan-Forum kannte. Und so wurde die Zeit mit dem Erfahrungsaustausch von vorherigen Tourneen und allen möglichen anderen Anekdoten verbracht. Um 18:30 öffneten sich dann die Pforten der Arena und mir wurde Einlass gewährt. Sogleich rannte ich also los und konnte tatsächlich einen Platz in der ersten Reihe am Ende des Laufstegs ergattern. Das Unglaubliche war vollbracht! Nun hieß es nur noch: warten. Denn erst weiter zweieinhalb Stunden später sollte das Konzert beginnen. Verkürzt wurde die Zeit allerdings durch die Vorband Frida Gold, deren Musik auch recht ansprechend war, nicht so sehr wie deren Sängerin und ihrem kaum vorhandenen Rock allerdings.
| das große Schwarze |
Um 21:00 dann gingen die Lichter aus und die ersten Klänge ertönten im weiten Rund. Die Projektionen auf den Videowänden begannen und man fand sich plötzlich in einem griechischen oder vielleicht doch eher atlantischen Tempel wieder, denn das ganze spielte unter Wasser. Und dann erschien Kylie; in einem togahaften Gewand thronte sie auf einer goldenen Muschel. Umringt von zahlreichen Tänzern und Akrobaten wirbelte sie über die Bühne und präsentierte Hit and Hit und viele Lieder vom letzten Album, Aphrodite.
| There must be an angel... |
Während der Show ließ sie sich auf einem Streitwagen über die Bühne ziehen, ritt auf einem goldenen Pegasus, flog auf einem Engel und plantschte inmitten eines Springbrunnens. Und spätestens jetzt wusste jeder, dass Kylie-Konzerte eher Musical denn pures Konzert sind. Und wenn man der Lautstärke glauben schenken durfte, hat es auch allen gefallen. Besonders die Ausflüge an das Ende des Runways waren natürlich für mich besonders schön, da ich dann nur noch etwa 4 bis 5 Meter von ihr entfernt war.
| große Gefühle |
Und ich muss schon sagen, scheinbar habe ich ihre Aufmerksamkeit erregt, denn des öfteren sah sie mich persönlich an, zeigte auf mich während sie bei What Do I Have To Do 'I love you' sang *schmelz* und erfüllte auch meinen Musikwunsch Your Disco Needs You, natürlich inklusive der deutschen Textzeilen. Kurzum, es war unglaublich und ich war im Himmel.
| I'm loving angels instead... |
Kylie selbst hatte auch richtig gute Laune, denn sie unterhielt sich viel mit dem Publikum, lachte oft, lies sich vom Gekreische aus dem Konzept bringen und überlies uns dann das Singen. Und obwohl meine Füße vom vielen Stehen bereits schwer mitgenommen waren, tanzte ich die ganze Zeit durch, klatschte bis die Hände weh taten und grölte bis ich heiser war. Und hörte natürlich auch dann nicht auf.
| nur einer von vielen Momenten direkter Interaktion |
Und so war es Ende das mit Abstand beste Konzert auf dem ich je war, vor allem natürlich aufgrund der Nähe, aber die Show an sich hätte diese Wertung auch schon erreicht. Um kurz nach 23:00 entschwebte sie der Bühne, ich verabschiedete mich von den neuen Bekanntschaften und kämpfte mich vom Parkplatz durch die Stadt und über die Autobahn nach Halle, wo ich trotz des noch immer extrem hohen Adrenalinspiegels schnell einschlafen konnte, denn immerhin war ich dann ja auch schon 20 Stunden auf den Beinen.
| für die Damen war auch was dabei |
Und auch wenn dieser Abend natürlich nicht mehr getoppt werden konnte, so hielt das Wochenende doch noch weitere Highlights parat, vor allem das Spiel der Saalebiber gegen Döbeln, die große Geburtstagsfeier der Mädels und am Sonntag das lang ersehnte Wiedersehen mit Nicole, inklusive Kaffeeklatsch. Das schönste Wochenende des Jahres? Bisher auf jeden Fall!
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