Donnerstag, 22. Oktober 2009

Wofür würde ich töten?



Alle paar Monate habe ich einen wirren Traum, an den ich mich dann auch erinnern kann. Im letzten wurde die Queen während einer Parade in Berlin ermordet (es erinnerte optisch sehr an das JFK-Attentat in Dallas) während ich vor den Houses of Parliament stand und die Nachricht von einem Zeitungsjungen hörte. Naja, und letzte Nacht war es nun wieder so weit.

Ich träumte, dass ich in einem Hotel war. Ich war dort mit Jana und wie sich herausstellte, war wohl auch Daniel Craig dort. Zufälligerweise hatte ich auch meine James-Bond-DVDs dabei, also bekam Jana von mir 'Ein Quantum Trost' in die Hand gedrückt, während ich selbst 'Casino Royale' behielt. Und nun standen wir dort in der Lobby und warteten auf Daniel Craig. Nach kurzer Zeit kam er aus dem Fahrstuhl, Jana und ich stürmten zusammen mit mehreren Fans auf ihn zu. Zuerst unterschrieb er auf Janas DVD, dann dreht er sich zu mir und schien mich zuerkennen. Deshalb schrieb er auf meine DVD dann auch eine Widmung, an die ich mich zwar nicht genau erinnere, die aber in Richtung 'for the coolest guy in the world' ging. Dann wendete er sich von uns ab und ging seines Weges. Jana und ich waren demnach überglücklich und vor allem ich auch sehr stolz. Bevor wir das Hotel verließen, ging ich noch einmal auf die Toilette, wo ich einen der anderen Autogrammjäger traf. Wir unterhielten uns kurz und fragte schließlich, ob er sich mal das Autogramm ansehen dürfe. Natürlich sagte ich ja. Und dann geschah es. Mit seinen Nassen fingern wischte er über Schrift und alles war verschmiert. Und das hat mich wohl so wütend gemacht, dass ich begann auf ihn einzuschlagen. Und zu treten. Und wieder zu schlagen. Das ging so lange, bis er auf dem Boden lag. Tot. Optisch erinnerte es (lustigerweise) auch sehr an die Pretitle-Sequenz aus 'Casino Royale'. Naja, da lag er nun, ich hatte mich gerächt und erwachte.



Und wieder bleibt die Frage: warum sterben Menschen in meinen Träumen? Und wer wird der nächste sein? Alle Traumdeuter dürfen sich gern äußern. Und sollte ich doch ein Sicherheitsrisiko für jemanden darstellen: bitte erst mir sagen, dann der Polizei. ;-)

Dienstag, 20. Oktober 2009

ROBBIE!


Wie überrascht war ich doch, als ich sah, dass ein Robbie-Williams-Konzert live in einem hallischen Kino übertragen werden soll. Umso mehr, nachdem ich sah, dass es überhaupt nur 4 Städte in Deutschland geben würde, in denen das der Fall ist. (God save us Light Cinemas!) Kurz überlegt und schnell entschlossen haben Jana, Jule, ein paar andere Mädels und ich uns dann die nicht ganz billigen Karten zugelegt. Man gönnt sich ja sonst nix.



Im Kino erweckten Atmosphäre und vor allem Andrang schnell das Gefühl eines echten Konzerts und nicht bloß einer Übertragung. Schon eine halbe Stunde vor Einlass wurde gedrängelt und um die besten plätze geschachert. Nach erfolgreichem Platzkampf und angespannten Warten begann das Spektakel dann. Den Auftakt bildeten einige Lieder aus Robbies kommendem Album 'Reality Killed The Video Star', allen voran die erste Singleauskopplung und aktuelle Nr. 1 der deutschen Charts, 'Bodies'. Die ersten Eindrücke waren jenseits der Erwartungen: Robbie sah gut aus, fit, klar, nicht aufgedunsen wie noch vor kurzem. Seine Stimme war kräftig, er traf die Töne. Die Arrangements waren erstklassig. Streicher, Bläser, eine Opernsängerin. Es könnte also alles großartig sein, wenn die Auswahl der Titel stimmt.

Und hier ein erster Kritikpunkt: die ausgewählten Songs des neuen Albums waren eher langsam. Sie luden zum Kopfnicken ein, aber nicht zum Tanzen und Swingen. Das schlug sich auch im Saal nieder. Die Stimmung war mies. Man klatschte artig nach jedem Song, von hinten kam auch mal ein Jauchzer. Das junge Mädel neben mir bildete eine Ausnahme, sie bekam bei jedem Lied einen Orgasmus. Schön für sie, aber auch für mich, denn so herrschte zumindest in meiner Reihe ein wenig Stimmung. Auch Jule und Jana sangen und klatschten mit, wackelten in den Sitzen, im Rahmen des Möglichen eben. Aufstehen und tanzen wäre möglich gewesen, vermutlich aber wäre von hinten das Popcorn geflogen gekommen. Hallisches Publikum eben.

Damit man mich aber nicht falsch versteht: die Lieder waren gut. 'Morning Sun' ist eine schöne Ballade, keine der ganz langsamen Sorte, aber eben nicht passend für so ein Konzert. 'Deceptacon' hat einen großartigen Text, aber zu Text kann man nicht tanzen. Das seiner Freundin gewidmete 'Won't Do That' ist ein die vielleicht beste vertonte Liebeserklärung der letzten Jahre und lies die Mädels ringsum vor Neid grün werden. Aber es passt eben nicht in so ein Konzept. Einzige Ausnahme bildete da das georgemichaely (wie er es nannte) 'Starstruck'. Bass und Gitarre, ein bisschen Beat, gut produziert. Dazu hätte man tanzen können. Wäre man nicht in Halle gewesen. Zwischendurch immer mal ein Hit. Zuerst 'Come Undone', dann 'Supreme'. Schön. Leider aber die beiden Singles, die ich am wenigsten mochte und mag. Als Gegenstück kam dann aber auch noch 'No Regrets', meine Lieblingssingle. Ich gab alles was ging, sang also mit und wippte mit dem Bein. Ich wollte ja kein Popcorn abbekommen. Außerdem noch 'Feel' und 'Angels', Publikumslieblinge eben. Nach kurzer Pause kam er nochmal auf die Bühne für zwei Zugaben. Das erste Lied war 'Millenium'. Ganz ohne Zweifel ist es ein wirklich guter Song, das beste daran aber ist ganz klar das aus 'You Only Live Twice' (Nancy Sinatra) geklaute Intro und das klingt live und mit echten Streichern noch um Welten besser. Während ich also innerlich über das Intro jubelte, freute sich der Rest des Saals über das Lied an sich. Warum auch nicht. Danach setzte er sich eine Brille auf, die sehr an die hässlichen Zeiten Elton Johns erinnerte. Die ersten gespielten Noten verrieten jedoch, dass ein anderes Cover folgen würde. Und auch wenn es offensichtlich war, es kam doch überraschend: 'Video Killed The Radio Star' (The Buggles, 1979), die Hymne der Generation MTV, wurde kraftvoll umgesetzt und klang einfach richtig, richtig gut. Und auch das Publikum wurde tatsächlich wach, sang lauthals mit und machte die allenfalls lautmalerisch zu beschreibenden Laute nach. Alles wieder nur im Sitzen, leider. Aber so ein Stimmungstitel hätte eben auch viel früher kommen müssen und nicht, wie sich dann herausstellte, als letztes Lied. Nun also war das abrupte Ende erreicht, Robbie verließ die Bühne. Das Publikum allerdings war noch nicht befriedigt, blieb vorerst sitzen. Vergebens, das Licht ging an, die Leinwand aus.

Und so verlassen wir das Kino mit gemischten Gefühlen. Zum einen war Robbie wirklich gut. Er ist noch immer der Entertainer, der die Massen begeistern kann. Es geht im gut, vermutlich wird er aus diesem Auftritt die Kraft schöpfen, die er für eine Tour im nächsten Jahr braucht. Auf der anderen Seite aber stehen die nicht erfüllten Hoffnungen, dass es eine große Party wird. Die Schuld daran tragen die Songauswahl und das Publikum. Auch war es mit 90 Minuten etwas kurz, aber in 90 Minuten hätte man an sich eben auch wirklich viel reißen können. Und so fassen die Worte von Janas Schwester eigentlich alles zusammen: 'Die letzten beiden Lieder, das war Robbie.'

Freitag, 16. Oktober 2009

Noch einmal Olympia...


So liebe Leute, aus aktuellem Anlass muss ich doch noch einmal das Thema Olympische Spiele aufgreifen. Dies wird allerdings nur in kurzer und informativer Form geschehen.

Letzte Nacht endete die Bewerbungsphase für die Olympischen Winterspiele 2018. Letztlich haben nur drei Städte eine Bewerbung eingereicht aber unter diesen Städten befindet sich auch eine deutsche: München! Die Konkurrenten um die prestigereichen Winterspiele sind die französische Stadt Annecy sowie das südkoreanische Pjöngjang. Während sich Annecy das erste Mal bewirbt (allerdings sollen auch Wettbewerbe im bereits olympiaerfahrenen Chamonix stattfinden), reicht Pjöngjang bereits die dritte und letzte Bewerbung in Folge ein. Bereits bei den letzten beiden Entscheidungen erhielt man großes Lob vom IOC, konnte letztlich aber nie genug Mitglieder für sich begeistern.

das offizielle Bewerbungslogo

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es natürlich noch keinerlei Anhaltspunkte für Spekulationen, allerdings kann man München wohl gute Chancen einräumen, da es die erste Stadt wäre, die Sommer- und Winterspiele ausgerichtet hat - ein Gedanke, der wohl auch dem IOC gefallen würde.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings schon jetzt: das Logo. Einerseits wirkt es langweilig, andererseits aufgrund seiner unscharfen Optik einfach unangenehm. Schuld daran ist allerdings der (vorwiegend bayrischen) Bevölkerung zu geben, denn die entschied sich in einem Voting für eben dieses Design. Die anderen beiden Alternativen sind auf dem folgenden Bild zu sehen, wobei mir vor allem das erste sehr gut gefällt, zumal es auch an das Logo von München '72 erinnert.

Logokandidaten

Um die Berichterstattung abzuschließen gibt es hier noch ein Update zu den kommenden Winterspielen in Vancouver. Diese Woche wurden die Medaillen präsentiert. Und erwartungsgemäß hat sich VANOC dabei mal wieder selbst übertroffen und ein Design entwickelt, bei dem letztlich jede(!) Medaille unterschiedlich aussieht. Die Vorderseiten zieren eine stilisierte Berglandschaft sowie Rabe und andere mythische, indianische Tiere und auf der Rückseite finden sich Logo und Schriftzug, bei Medaillen für die Paralympischen Spiele auch in Blindenschrift. Und natürlich sind sie nicht einfach rund, sondern gewellt, was die Nähe zum Wasser darstellen soll. Ein rundum gelungenes, weil auffallendes und doch schlichtes Design!
Die olympischen und paralympischen Medaillen

Hier auch noch der Link zur offiziellen Seite der Bewerbung Münchens.

Freitag, 2. Oktober 2009

An der Copa, Copacabana...

'The Games of the XXXI. Olympiad are awarded to the city of ... Rio de Janeiro!' So verkündete es Jacques Rogge um 18.50 im Kopenhagener Bella Center und weltweit verfolgten Millionen Menschen an den Fernsehgeräten sowie in Rio, Madrid, Tokyo und Chicago auch auf Leinwänden die Bekanntgabe der Ausrichterstadt.

Bereits seit dem frühen Morgen hatten sich die Bewerberstädte in einer jeweils 70minütigen Präsentation dem IOC vorgestellt und als am besten geeigenet gepriesen. Unterstützung erhielten sie dabei von Staatschefs, gekrönten Häuptern und erfolgreichen Sportlern, egal ob Olympioniken oder nicht. So flog für die Präsentation Chicagos eigens Präsident Obama für 5 Stunden ein, schüttelte Hände, leistete Lobbyarbeit und warb für seine Heimat. Allein, genützt hat es nichts; das Aus kam bereits in Runde 1. Auch der neue japanische Ministerpräsident und das Prinzenpaar ließen es sich nicht nehmen, die Vorzüge der Inselmetropole zu preisen - auch hier ohne Erfolg, die wenigsten Stimmen in Runde 2. Mit Madrid und Rio de Janeiro waren nun die zwei vermeintlichen Aussenseiter als letzte Kandidaten im Rennen. Auf der einen Seite warben König Juan Carlos und Frau Sofia, auf der anderen Staatspräsident Lula da Silva und Pélé. Den Ausschlag gab wohl aber kein persönlicher Einsatz, sondern die schonungslose Darstellung einer einfachen Wahrheit: auf einer Weltkarte zeigte das Bewerbungskommitee von Rio de Janeiro die Anzahl der Olympischen Sommer- und Winterspiele, die jedem Kontinent bisher zugesprochen wurden. Und bei Afrika und Südamerika klaffte jeweils eine große Lücke. Einen IOC, das seinem Universalitätsanspruch gerecht werden will, wird damit keine Wahl gelassen. Eine Entscheidung gegen Rio de Janeiro wäre eine Entscheidung gegen die Schwellenländer dieser Welt. Und nachdem bereits die FIFA mit der Vergabe der Fussballweltmeisterschaft nach Südafrika Neuland betreten hatte, vollzog nun auch das IOC diesen Schritt und benannte mit Rio de Janeiro eine Stadt auf dem 5. Kontinent als Ausrichterstadt. Ob tatsächlich dieses Argument den Ausschlag gab, ist freilich nicht nachprüfbar. Aber es scheint wahrscheinlich. Und die konsequente Frage ist: Warum auch nicht? Es gibt keine ernsthaften Einwände, die schwerwiegender wären als die Probleme der anderen Bewerberstädte. Also bleibt nun 7 Jahre lang abzuwarten, ob Rio de Janeiro seinen Versprechungen Leben einhauchen kann.
Estadio Juao Havelange
Estadio Maracana
Aufmerksame Beobachter machen noch eine weitere Feststellung, denn Rio de Janeiro ist nun nicht nur Ausrichter der Olympischen Spiele 2016, sondern hat auch bereits im letzten Jahr den Zuschlag für die Austragung der Fussballweltmeisterschaft der Männer 2014 erhalten. Und damit ist Rio lediglich die vierte Stadt, die sich in die Riege der Ausrichter der beiden größten Sportveranstltungen der Welt mit nur 2 Jahren Abstand einreiht. Das erste Mal schafften das Mexiko Stadt/Mexiko(1968/70), es folgten München/Deutschland (1972/74) und zuletzt Atlanta/USA (1994/96). Schneller aufholen im internationalen Vergleich kann man wohl nicht...

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wo trifft sich die Jugend der Welt 2016?



4 Jahre ist es her, dass London knapp vor Paris und Madrid den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012 bekommen hat. Eine der Kandidatenstädte - Madrid - versucht morgen wieder ihr Glück. Die Konkurrenz ist dabei auch diesmal groß: mit Chicago, Rio de Janeiro und Tokyo kommen 3 weitere Metropolen von 3 weiteren Kontinenten ins Rennen hinzu.

Experten sagen, dass es wohl die knappste Entscheidung seit Jahren geben wird, auf echte Favoriten mag sich keiner festlegen. Ein erster Anhaltspunkt könnte die offizielle Bewertung der Konzepte durch das IOC sein. Dabei rangieren die Bewerberstädte in folgender Reihenfolge: Tokyo (8.3), Madrid (8.1), Chicago (7.0) und zuletzt Rio de Janeiro (6.4).
Während Tokyo also scheinbar die beste Ausgangsposition hat, zeigen sich jedoch auf den zweiten Blick neue Faktoren, die das Rennen wieder völlig offen gestalten.

Madrid hat mit der zweitbesten Bewertung eine gute Chance, die noch dadurch verstärkt wird, dass das vor 4 Jahren schon sehr gute Konzept noch weiter verbessert wurde. Bisweilen kommt es vor, dass das IOC solch einen Einsatz belohnt. Außerdem setzt sich der ehemalige IOC-Präsident und Spanier Juan Antonio Samaranch sehr für diese Bewerbung ein und seine Stimme hat nach wie vor viel Gewicht im IOC. Seine Lobby-Arbeit wird sich also durchaus positiv bei der Abstimmung auswirken. Weiterhin war Spanien erst einmal Ausrichter Olympischer Spiele. Aber genau darin liegt auch ein Nachteil: dies war erst 1992 in Barcelona, also gerade 24 Jahre vor den Spielen von 2016. Außerdem finden 2012 bereits Spiele in Europa statt, was allgemein als Auschlusskriterium gilt.

Chicago glänzt gleich mit mehreren Vorzügen. Zum einen genießt die Bewerbung der Great Lakes Metropole den größten Rückhalt in der Bevölkerung. Weiterhin präsentieren sich die potenziellen Spiele in Chicago als die 'grünsten' und damit ökologisch verträglichsten und nachhaltigsten, ein wichtiger Aspekt für das IOC. Von entscheidender Bedeutung aber könnte sich die Tatsache erweisen, dass Präsident Obama persönlich morgen die Kandidatur Chicagos, seiner Heimatstadt, in Kopenhagen unterstützen wird. Noch nie hat sich ein amerikanischer Präsident für eine Bewerbung um Olympische Spiele stark gemacht. Seine weltweiten Sympathien gelten als sicherer Stimmeenfang im IOC. Aber auch Chicago trägt eine große Last. Genau wie Madrid fanden auch hat auch Chicago mit dem Problem zu kämpfen, dass erste vor wenigen Jahren Spiele im eigenen Land stattgefunden haben (Atlante 1996).

Rio de Janeiro nimmt mit der schlechtesten Bewertung eine scheinbare Außenseiterrolle ein, jedoch sprechen auch viele Fakten für eine Ausrichtung in der Copacabana-Metropole. Erstes Augenmerk gilt hierbei der Tatsache, dass Olympische Spiele noch nie(!) auf südamerikanischem Boden stattgefunden haben. Als letzter Kontinent könnte sich nun also durch Rio de Janeiro der Kreis schließen und die Olympische Flagge auch in der Realität komplettieren. Weiterhin hat Rio de Janeiro mit der ausgezeichneten Aurichtung der Panamerica Games 2007 einen bleibenden Eindruck beim IOC hinterlassen. Daraus resultiert auch die Tatsache, dass bereits quasi eine Generalprobe stattgefunden hat und einige Wettkampfstätten, darunter das Herzstück 'Olympiastadion Joao Havelange', bereits fertig sind. Aber natürlich birgt auch die Bewerbung der ehemaligen brasilianischen Hauptstadt gefahren. Nicht nur gilt Rio de Janeiro als Verkehrsmoloch, woraus auch eine große Umweltbelastung und damit für Athleten ungünstige Luftverschmutzung resultiert, auch die hohe Kriminalität gilt als Hindernis für eine erfolgreiche Bewerbung.

Aussichtsreichster Kandidat ist Tokyo. Als einziger Bewerber hat die japanische Hauptstadt bereits Olympische Spiele ausgerichtet. (1964; erfolgreiche Bewerbung auch für 1940, wegen des 2. Weltkriegs dann aber abgesagt) Mit der besten Bewertung und dem nachhaltigsten Konzept der Nutzung der Wettkampfstätten kann sich Tokyo mit zwei vielleicht entscheidenden Kriterien absetzen. Als nachteilig gelten allerdings die ebenfalls große Belastung durch Verkehr und Verschmutzung sowie die erst im letzten Jahr in Asien ausgerichteten Spiele von Peking 2008.

Wie man sieht, hat jeder Bewerber sein Vorzüge und Nachteile. Welche Stadt letztlich den Zuschlag erhält, entscheidet sich morgen ab 17.00h (live auf Eurosport) in Kopenhagen. Ab 9.00h morgens präsentieren sich die Bewerberstädte, dies kann man live im Internet verfolgen. Welche Stadt ist dein Favorit?