Dienstag, 11. Oktober 2011

Wiesn und andere Highlights

O'zapft war's! Auch dieses Jahr habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und die Gelegenheit des verlängerten Wochenendes beim Schopfe gepackt und bin nach München aufgebrochen. Während in den letzten Jahren ja eher das Familienprogramm angesagt war, sollte es dieses Mal doch eher auch um das Treffen mit Freunden gehen. Nachdem die Hinreise also absolviert war, stand gleich am Samstagmorgen das langersehnte Treffen mit Liesa auf dem Plan. Man kennt sich aus Halle und hatte auch hier schon jede Gelegenheit zu Ausflügen in die Cafés der Saalestadt genutzt, aber da Madame ja nun in München weilt, war der Wiesnbesuch in diesem Jahr natürlich Pflicht! Nachdem wir uns also an der Bavaria getroffen hatten, drehten wir eine Runde über die Wiesn ehe wir zum Mittag in die Augustiner Braustuben einkehrten. Neben deftigem Essen diente hier natürlich auch die Mass der Stärkung, die wir auch dringend nötig hatten. Schließlich lag vor uns noch ein schöner Spaziergang bei goldenstem Oktoberwetter durch den Englischen Garten. Inmitten der herbstlichen Idylle genossen wir die Schönheit der bayrischen Hauptstadt, ehe wir zurück zur Theresienwiese fuhren, wo ich Liesa an Verena übergeben konnte, natürlich nicht ohne vorher noch dieses Erinnerungsbild mit den feschen Madln zu machen:


schönes Wetter, schöne Madln: Herz, was willst du mehr?!?
Ich bin dann anschließend noch mit meiner Familie über die Oide Wiesn geschlendert, wo Pia sich vor allem mit Karussellfahren und den geschossenen Blumen bespaßen konnte. Aber auch ich merkte dann, dass mir nicht nur der Tag, sondern auch die ganze Woche noch in den Knochen steckte und war froh, als ich dann am frühen Abend die Füße hochlegen konnte.

Der Sonntag stand zunächst im Zeichen des Geocachings. Da mein Bruder mittlerweile auch begeistert davon ist und die Schatzsuche für Pia ebenfalls spannend ist, zogen wir ein wenig durch die nähere Umgebung und konnten auch zwei Caches finden. Die Bilanz wird also immer besser.
Nach der Stärkung zum Mittagessen bin ich dann mit meinem Bruder in Richtung Arroganz Arena aufgebrochen, wo bei schönsten Wetter der TSV 1860 München das 'befreundete' Team der Dresdner Dynamo empfangen wollte. Die Hinfahrt gestaltete sich entspannt und auch das Erwerben von Tickets war problemlos und sogar unerwartet günstig. So stand ich dann ganz am Rand des 1860-Blocks, direkt neben der Dynamo-Kurve. Zugegebenermaßen gab es wohl kaum einen gefährlicheren Platz im Stadion, aber auch keinen, an dem die Stimmung besser war. Nachdem ich Anfang der Woche bereits die Partie Dynamo gegen Eintracht Frankfurt bewundern durfte, hatte ich kaum Hoffnung, dass die Dresdner hier einen Punkt würden entführen können. Doch wie falsch ich lag, zeigte sich schnell. Es dauerte nicht lange, da fiel das 0:1. Dann das zweite Tor, das dritte... So stand es kurz vor Schluss 0:4, ehe die Münchner selbst noch zwei Tore zum 2:4-Endstand beisteuern konnten. Fussballerisch war es also ein echtes Fest, wie man es sich besser nicht hätte wünschen können. Schön für mich war zudem, dass im Stadion noch ein paar weitere bekannte Gesichter vertreten warem, mit denen ich mich anschließend auch draußen traf.


die Dresdner Crew

Und allein der Anblick von Anne im Dirndl wäre die Reise nach München schon wert gewesen. Zusammen sind wir dann also wieder in die Innenstadt gepilgert, wo wir uns nach ein wenig Sightseeing im Hofbräuhaus niederlassen konnten, um noch ein paar Kasspatzn und die obligatorische Mass zu uns zu nehmen bevor auch unsere Wege sich wieder trennen mussten.

Am Montag habe ich dann vormittags noch einen letzten Cache gesucht und auch gefunden bevor ich schließlich wieder die Heimreise angetreten habe, welche sich recht anstrengend und kompliziert gestaltete, aber natürlich glückte.

In Meißen hatte die Woche Dank Anne ebenfalls noch zwei kleine Highlights zu bieten. Zum einen waren wir am Mittwoch zunächst in Radebeul noch einen verspäteten Eisbecher auf ihren Geburtstag essen, ehe wir in den nahen Weinbergen rund um das Planetarium einen Cache suchten und anschließend IKEA und den Elbepark unsicher gemacht haben. Die verdiente Belohnung und Stärkung gab es dann in Form von Pasta bei ihr zu Hause.
Am Donnerstag führte uns der Weg wieder nach Dresden, wo wir uns ein wenig nach Zwergkanninchen umschauen wollten und letztendlich auch zwei Exemplare samt der nötigen Ausrüstung für sie gekauft haben. Nachdem wir den beiden Nagern ihr neues  Zuhause eingerichtet hatten und der Asia-Mann für das Abendessen gesorgt hatte, mussten wir die beiden natürlich auch noch taufen und haben anschließend auch noch ein wenig mit ihnen gespielt. Und man muss auch ganz klar sagen, dass die beiden Muckis mehr als süß sind und ich mich schon sehr auf ein Wiedersehen freue.

Der Freitag hielt dann wieder einmal eine Heimreise nach Halle für mich parat. Anlass war in erster Linie der gemeinsame Geburtstag von Mathias und Maik, welcher in ganz gebührender Weise auch begangen wurde, wie ich denke. Dafür, dass einem die lange Woche ja doch immer noch in den Knochen steckt, ist es doch ganz beachtlich, dass ich erst nach 5.00 Uhr im Bett lag. Leider war die Nacht aber auch schon sehr früh vorbei, was mir dann aber Gelegenheit dazu gab in den einschlägigen Möbelhäusern nach einem Bild für meine Wohnung zu suchen und in deren Nähe auch nach Caches. Fündig wurde ich in beiderlei Hinsicht.

Am Nachmittag stand dann noch etwas Besonderes auf dem Programm: ein Ehemaligentreffen in der Schule. Zusammen mit allten und Noch-immer-Weggefährten bestaunte man also die Dinge, die sich in den letzten 7 Jahren verändert hatten, plauderte mit alten Bekannten und Lehrern und lauschte einmal mehr den weisen Worten Kurt Töttlers.

Mit dem Wochenende verabschiedete sich dann scheinbar auch der goldene Oktober, aber wir bleiben optimistisch und schauen nach vorn auf die Dinge, die da auf uns warten...

Nachtrag: JAV-Schulung

JAV Sachsen
Hier noch ein kleiner Nachtrag zur im letzten Update erwähnten JAV-Schulung in Erkner Ende August. Auf dem Bild sieht man die nahezu komplette JAV inkl. der 5 Ersatzmitglieder. Namentlich handelt es sich um: Patrick, Falko, Tom, Anne, Josefine, Anika, Anne, Lisa-Marie und mich. (v.l.n.r.)

Samstag, 24. September 2011

Aufarbeitungsarbeiten

Hallo liebe Leser! Ja, es ist furchtbar lange her... Und mein angepeilter monatlicher Rhythmus ist längst hinfällig. Ich habe dies wohl selbst bemerkt. Und gibt es gescheite Ausreden? Nein. Also, machen wir einfach weiter im Geschäft und um niemanden zu belügen, gelobe ich auch gar keine Besserung.
Die ersten 6 Wochen nach dem letzten Update durfte ich ja noch in meiner geliebten Behörde zubringen. Zunächst habe ich noch ca. 2 Wochen an meinem angestammten Schreibtisch die Versicherten Sachsens mit Renten und anderen Leistungen bedacht, bevor ich das Feld räumen musste. Gleichzeitig bedeutete dies auch den Abschiede von vielen Kommilitonen für 2 lange Monate. Und nachdem man 10 Monate quasi tagtäglich miteinander verbracht hat, war das auch gar nicht so einfach. Natürlich habe ich den einen oder die andere auch noch danach gesehen, manche auf Arbeit, manche privat, aber eben nicht mehr in dieser Runde. Deshalb haben wir es uns auch nicht nehmen lassen zum Abschied ein großes Frühstück zusammen mit den Ausbildern zu genießen und dabei natürlich über die Arbeit, aber auch über Themen abseits der Bürowände zu quatschen. Öffentliche Verwaltung kann manchmal auch ganz entspannt sein.


Oli probiert sich an der Apfelschälmaschine
Über Arbeitslosigkeit konnte ich mich aber auch anschließend nicht beklagen, da ich nun in den Auskunfts- und Beratungsdienst (kurz: AuB) verbannt wurde. Und hier wurde ich quasi zum ersten Mal auf Menschen losgelassen (und umgekehrt!) und durfte vor allem mein theoretisches Wissen aus der FH auch in der Praxis erproben. Und ich kann euch sagen das war sehr ernüchternd. Dem Gedanken, dass man ja doch schon eine Menge weiß, folgte recht schnell die Erkenntnis, dass da aber auch noch sehr große Lücken klaffen. Helfen konnte ich dann zusammen mit meinen zahlreichen Betreuerinnen aber irgendwie doch jedem und da ich der einzige Mann im Haus war, durfte ich mich natürlich auch allen technischen Problemen widmen. Die zwei Wochen dort gingen auch sehr schnell um und ich verlies den AuB mit der Erkenntnis, dass es wesentlich anstrengender ist als die Arbeit an den Akten, man viel mehr Wissen parat haben muss, aber eben auch nie Arbeit liegen bleibt. Schließlich ist erst Feierabend, wenn alle versorgt sind. Mal schauen, ob das eine Zukunftsperspektive wird...

Die letzten beiden Wochen meiner Praxisphase habe ich dann wieder mit meinen heißgeliebten Akten zugebracht. In einem neuen Team - einem "echten" könnte man sagen - durfte ich nun wieder mein ganzes praktisches Wissen und Können an den Mann und an die Frau bringen, was auch Spaß gemacht hat, obwohl die Kolleginnen eher suboptimal weil sehr maulfaul waren. Die gelegentlichen Ausflüge nach Leipzig zum Personalrat kamen mir da sehr gelegen...

Und dann war es auch schon geschafft! Urlaub, wohlverdienter Urlaub! Vom 29.07. bis 28.08. konnte mich die Welt mal am Buckel kratzen. Jetzt hätte man sich natürlich sagen können, dass man die ersten Tage doch mal die Füße hochlegen könnte, aber getan habe ich natürlich das Gegenteil und die Füße in die Hand genommen. Zusammen mit Anne und Ralf sind wir ins Erzgebirge zu Lisa gefahren, um zu wandern und natürlich auch um zu cachen. Man muss sich seinen Süchten ja auch hingeben. Aufegenommen wurden wir im Hause von Lisa's Familie, von wo aus wir auch unsere Ausflüge starteten. Man muss allerdings sagen, dass das Wetter wenig sommerlich war: 9°C und Dauerregen luden eigentlich eher zum Verweilen im Haus ein. Aber dafür waren wir ja nicht gekommen, also machten wir uns, nachdem wir am Freitag bereits Chemnitz unsicher gemacht hatten, am Samstag nach Annaberg-Buchholz auf. Da das besagte Wetter irgendwann aber doch zu unangenehm wurde und sogar unsere Regenjacken schon durchnässt waren, verkrochen wir uns kurzerhand in die alten Stollen eines stillgelegten Silberbergwerks. Zwar war es dort nicht wesentlich wärmer oder trockener, aber es prasselte zumindest nicht ganz so sehr auf uns herab. Und da auch hier das Motto natürlich 'Safety first!' lautet, durften wir diese schönen Kluften anziehen:

Erkenntis: optisch untauglich als Bauarbeiter
Dem Regen haben wir danach trotzdem standgehalten und uns mit fantastischer heißer Schokolade und weiteren Caches belohnt. Am Abend haben wir uns dann bei einer Runde Topwords und heiterer Diskussion wieder aklimatisiert.
Der Sonntag wurde zunächst für einen Ausflug in die Wälder Sehma's genutzt. Luftfeuchtigkeit und Temperaturen blieben konstant, aber irgendwie hatte man sich mittlerweile sogar daran gewöhnt. Nachdem als das Sightseeing beendet und die nächsten Caches gehoben waren, machten wir uns auf den Weg ins tschechische Nachbarland, um für die Raucherin die lebensnotwendigen Glimmstängel und für uns alle ein bisschen gutes und preiswertes Mittagessen zu erstehen. Länger verweilen wollten wir aber nicht; ihr wisst schon, das Wetter...

in den Wäldern von Sehma
Da haben wir uns doch lieber wieder zurück nach Sehma begeben und weitere Caches gesucht. Und zum ersten Mal stießen wir auch fast an unsere Grenzen, haben dann aber gemeinsam mit anderen Cachern doch das Ziel erreicht und wurden dafür mit klitschnassen Klamotten und Schuhen, aus denen ich das Wasser gießen konnte belohnt. Und der Erkenntnis, dass man eigentlich von überall aus den Fichtelberg sehen könnte, wenn denn das Wetter eine Sichtweite von über 50m Metern zulassen würde. Vielleicht muss man also wiederkommen, um sich davon zu übrzeugen...

Meine erste richtige Urlaubswoche habe ich dann in Meißen verbracht. Tatsächlich habe ich nun erst einmal gefaulenzt, bin geradelt und habe mich dem Haushalt gewidmet. Das nenne ich Entspannung! Die zweite Woche wurde dann in Halle zugebracht, wo die Zeit natürlich zum Treffen vieler lieber Leute genutzt wurde, die ich ja sonst eher selten zu sehen bekomme. Das Wetter hier war anfänglich zwar auch nicht wesentlich besser, aber die Sonne bahnte sich im Laufe der Tage ihren Weg immer besser durch die Wolken, so dass man sogar mal ein Eis auf dem Markt genießen konnte.

Die dritte Woche dann beinhaltete meinen eigentlichen Urlaubsausflug, nämlich den Besuch in München. Da ich meine dortige Familie ja eh viel zu selten sehe und es sich außerdem um die kostengünstigste Möglichkeit handelt, um ein paar Tage aus den eigenen Wänden zu kommen, erschien mir diese Variante doch am ansprechendsten. Und was soll ich sagen: hier konnte ich mich auch gar nicht vor Sonnenschein retten! Also wurde jeder Tag im Freien verbracht, mal im Olympiapark und SeaLife, mal beim Shoppen in der Stadt, zum ersten und einzigen Mal dieses Jahr auch im Freibad und natürlich auch bei den Tieren im Zoo. Für Abwechslung war also gesorgt, langweilig konnte mir Dank Pia aber eh nie werden. Als Onkel ist man ja vielbeschäftigt und darf fortwährend die Welt erklären und als Zeitvertreib dienen. Aber man tut es ja gern!
 
spielen kann man auch unter'm Esstisch
 
das Kleid war aber auch zum Anbeißen!

grün in grün, wie es sich für mich gehört
Die letzte Urlaubswoche wurde dann wieder in Meißen verbracht, wo neben der Erholung aber auch schon die Vorbereitung auf das neue Semester auf dem Plan stand. So habe ich mich tatsächlich zweimal in die FH begeben und ansonsten auch schon fleißig die Taschen gepackt, schließlich wurden die ersten 3 Tage des neuen Semesters auf Dientsreise in Erkner verbracht. Als JAV-Mitglied muss man natürlich handlungsfähig sein und dazu ist es unabdingabr, dass man sich mit dem sächsischen Personalvertretungsgesetz vertraut macht. Dies geschah dann also in drei Tagen im Tagungs- und Wellnesshotel. Und wie der Name schon sagt, war für den passenden Ausgleich zum anstrengenden Tagesgeschäft auch gesorgt, in dem wir die Vorzüge der hauseigenen Bar sowie Sauna- und Schwimmbadlandschaft genossen. Ja, so lässt sich das schon aushalten. Ich fürchte, da muss dringend mal ein Aufbauseminar gemacht werden...

Mittlerweile nun hat mich die FH aber wieder voll vereinnahmt. Neben den altbekannten Kommilitonen und  Dozenten haben sich aber auch ein paar neue Gesichter mit so spannenden Themen wie Krankenversicherungsrecht, VWL, Sachenrecht etc. in den Stundenplan gemogelt. Der Gehalt mancher dieser Veranstaltungen ist bislang noch recht überschaubar, aber das dicke Ende kommt wohl noch... Außerdem habe ich mich in die Seminare für das 4. Semester eingeschrieben und konnte hier auch alle meine Wünsche erfüllen. Mal schauen, ob das tatsächlich so wird, wie ich es mir verspreche. Glücklicherweise ist die Flut an Hausaufgaben bislang eher ausgeblieben, so dass man die Zeit - wenn man nicht gerade nachbereitet - auch zusammen mit den anderen verbringen kann. Und so standen natürlich auch schon die obligatorischen StuK-Besuche und gemeinsames Kochen auf dem Programm. Hoffentlich wird sich dies noch eine Weile lang so gestalten, bevor die Last der Paragraphen wieder alle Zeit und Kraft beansprucht...

Dienstag, 14. Juni 2011

Bitten by the travel bug...

So, mittlerweile scheine ich ja in einen gewissen monatlichen Rhythmus zu verfallen was meine Updates angeht, also ist es heute mal wieder an der Zeit dafür.

Was gibt es Neues? Nicht viel. Ich habe den Männertag überlebt, das ist schon mal die erste große Leistung gewesen. Zwar werden wir jedes Jahr gesitteter, aber das Leistungsvermögen nimmt ja auch ab. Insofern sind die Spuren, die hinterlassen werden, jedes Jahr noch immer deutlich genug. Und so war es auch diesmal wieder. Aber so soll es ja auch sein.

Auf Arbeit neigt sich so langsam auch die Praxisphase dem Ende zu (unglaublich!) und der Urlaub rückt in fast greifbare Nähe. Bei den Wahlen zur Jugendauszubildendenvertretung (JAV) wurde ich zwar nicht direkt in das Gremium gewählt (was bei Listenplatz 4 aber auch fast unmöglich war), bin jedoch erster Nachrückkandidat und war in dieser Funktion auch letzte Woche bereits zu einer ersten Sitzung beim Personalrat in Leipzig. Und diese Woche geht es schon wieder zu einer Sitzung, es läuft also gar nicht so schlecht. Doch das sind ja alles nur Banalitäten verglichen mit meinem Privatleben. ;-)

Letzte Woche Mittwoch war hier in Dresden Campusparty und laut Beschreibung soll es wohl auch die größte dieser Art in Deutschland sein. Kann man sich also nicht entgehen lassen, habe ich natürlich auch nicht. Gepennt wurde - wieder einmal - bei Falko und nachdem er, Nico und ich uns gestärkt (und vollgetankt) hatten, ging es gegen 19.00 auch zum Unigelände, wo wir Anne, Maria, Anne und Anja trafen. Nachdem wir uns einen kleinen Überblick über das Gelände verschafft hatten, beschlossen wir zunächst im Hörsaalzentrum ein bissl zu tanzen (das es draußen auch in Strömen regnete), irgendwann zog es uns aber doch an die frische Luft, wo wir an der Main Stage bereits Frida Gold verpasst hatten, dafür aber noch Madsen und Juli bejubeln konnten. Aufgrund des Wetters war es weitaus leerer als vermutet, aber das hinderte die letztlich erschienenen Massen nicht daran trotzdem für gute Stimmung zu sorgen und so haben wir bis nach Mitternacht Party gemacht, ehe wir wieder den Heimweg in die Neustadt angetreten haben, um am nächsten Morgen wieder frisch und munter hinterm Schreibtisch sitzen zu können.


Görlitz, von Polen aus gesehen
Navi, Hase oder einfach Anne - dieses Lächeln hat viele Namen
Wer so langsam glaubt, dass ich hier bald mal alle Vorzüge Dresdens aufgezählt haben müsste, der irrt gewaltig. Da fehlen wirklich noch viele und vor allem ein ganz wichtiger: die Nähe zum Ausland. Und so hatten Anne, Lisa und ich beschlossen, dass wir am Pfingstsamstag doch mal einen Ausflug nach Görlitz machen könnten. Gesagt - getan. Kurz nach 11.00 ging es hier los und schon eine Stunde später waren wir im Herzen der östlichsten Stadt Deutschlands. Nach einem kurzen Bummel durch die wirklich wunderschöne Altstadt ging es zunächst zur Stärkung auf die polnische Seite nach Zgorzelec. Für 10 Euro (inkl. Trinkgeld) konnte ich dort einen sehr leckeren Hauptgang, ein großes Pils und einen sehr guten Eisbecher genießen. Hier stimmen Preis und Leistung also noch. Anschließend sind wir dann auf der deutschen Seite weiter spaziert, jedoch ein wenig anders als geplant. Durch Zufall kamen wir auf Geocaching zu sprechen und da wir es selbst einmal ausprobieren wollten und ein Cache auch ganz in der Nähe war, begannen wir unsere Schatzsuche. Die ersten Rätsel lösten wir schnell, jedoch war der Cache nicht aufzuspüren. Vermutlich hatte ihn irgendwer entfernt. Jedoch ließen wir uns davon nicht entmutigen und haben gleich die nächste Jagd begonnen, nun auch mit Erfolg. Zwar hat das unsere eigentlichen Ziele - den Tierpark und die Parkeisenbahn - völlig aus dem Programm verdrängt, dafür konnten wir bei schönstem Wetter durch den Park streifen und gleichzeitig noch etwas Bildung mitnehmen. Und eigentlich ist es ja auch egal, schließlich kommen wir eh wieder, das ist schon fest eingeplant. :-) Bevor die Rückreise angetreten werden konnte, musste natürlich auch der Durst meines Autos gestillt werden, aber mit preiswertem polnischen Benzin ist das ja überhaupt kein Problem. Und wenn man sich das dann mal durchrechnet, hatte man für etwa 15 Euro einen ganz fantastischen Tag und war sogar im Ausland. Was will man mehr?!?

der verdiente Lohn - schon vor der "Arbeit"
die Jagd nach dem ersten Cache
Jedoch wollte wir Dresden nicht vernachlässigen und so hatten wir für den Sonntag schon den nächsten Trip geplant. Am frühen Nachmittag trafen wir uns - diesmal noch verstärkt um Ralf - am großen Garten, um zunächst eine Runde mit der Parkeisenbahn zu fahren. Und wie es der Zufall (...) nun so will, war an der Parkeisenbahn wieder ein Cache zu finden! Naja, das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und auch diesen Schatz gehoben. Mittlerweile waren wir auch ein wirklich eingespieltes Team und ein Rädchen griff perfekt in das andere. Und wo wir nun schon mal im großen Garten waren, haben wir gleich noch zwei weitere Caches aufgespürt. Ja, so gut waren wir nun schon. Und so infiziert! Da das viele Umherlaufen jedoch irgendwann auch anstrengend wird, sind wir dann auf das Auto umgestiegen und direkt nach Radebeul gefahren, um uns mit einem fantastischen Eisbecher zu belohnen. Ja, das war auch wirklich nötig. Nach einem langen Tag an der Sonne kann so ein bisschen Abkühlung wahrlich nicht schaden... Anschließend ging es dann zu mir nach Meißen, wo ich für den Abend zum Grillen geladen hatte. Da ich ja nun auch über ein kleines Gartengrundstück verfüge und dieses schließlich auch genutzt werden will, fand ich diese Variante doch wirklich am ansprechendsten. Nachdem das Feuer also entzündet und alles vor- und zubereitet war, konnten wir die leckeren Speisen genießen. Und das taten wir auch so ausgiebig, dass es uns sofort nach einem kleinen Verdauungsspaziergang gelüstete. Da bloßes Laufen für unsere gehobenen Ansprüche aber doch zu banal gewesen wäre, haben wir auf unserer kleinen Runde natürlich auch noch zwei Caches in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung und der FH gefunden. Gott, sind wir gut! Als wir dann wieder in meinem Garten saßen und feststellten, wie großartig das Wochenende doch bisher war, konnte das Fazit nur eines sein: auch den Montag muss man gemeinsam verbringen!

Arbeitsteilung im Großen Garten - Geocaching für Fortgeschrittene!
auf Tuchfühlung mit den Parkbewohnern
Ralf nach erfolgreichem Cache am alten Hospital
Doch was tun? Ja, genau, da gibt es doch sicher noch ein paar Caches irgendwo?!? Also entschieden wir uns für das malerische Hellerau, die älteste Gartenstadt Deutschlands und direkt vor den Toren Dresdens gelegen. Nachdem wir zunächst zwei Caches im alten Teil der sehr idyllischen Stadt gehoben hatten, sackten wir noch Anne's kleinen Bruder ein und machten uns im neuen Teil auf die Suche. Da wir uns mittlerweile schon wie kleine Profis fühlten, wagten wir uns auch sofort an einen höheren Schwierigkeitsgrad, was aber auch schnell zu spüren war. Die Rätsel wurden härter, die Wege länger. Aber letztlich, nachdem die Motivation kurzzeitig schon fast verschwunden war, erreichten wir das Ziel und den bisher eindeutig besten Cache. Das war es wirklich wert! Quasi auf dem Rückweg stöberten wir sogar noch einen weiteren auf, was unsere Bilanz nur noch besser aussehen lässt. Da langsam aber Wind aufkam und Wolken den Himmel verdunkelten, wollten wir es dabei belassen. Schnell liefen wir noch einmal zu Anne's Elternhaus, um uns von der Familie zu verabschieden, jedoch lies die das gar nicht zu und so fanden wir uns nach kurzer Zeit (und einer noch kürzeren Runde Tischtennis) schon am Kaffeetisch der Familie wieder und genossen ein echtes Feiertagsfamilienkaffeetrinken. Und dies war dann wirklich auch der krönende Abschluss für so ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und in jeder Hinsicht (ent-)spannendes Wochenende. Es fühlte sich wirklich an wie drei Tage Urlaub irgendwo im Ausland. Aber das schönste ist, wenn man hinterher weiß, dass auch dies nur eine Episode war und die Fortsetzung garantiert ist...

Donnerstag, 12. Mai 2011

Geburtstags-Nachlese

Viel zu lang ist's her, doch nun soll der ewigen Warterei ein Ende gesetzt werden! Hier also endlich mal wieder ein kleines Round-up zu allem, was so in letzter Zeit anstand. Ich will auch gar nicht zu weit ausholen, es wären ja doch fast 2 Monate. Beschrenken wir es also auf die letzte Woche.
Da stand natürlich an vorderster Front mal mein Geburtstag an. Neben zahlreichen Glückwünschen, die mich von alten und neuen Weggefährten erreichten, war der Tag vor allem mit einer ewigwährenden Unterweisung vollgepackt. Irgendwie ungünstig, dass meine Konzentration gerade an diesem Tag natürlich nicht besonders hoch war, woran auch Anne einen nicht allzu kleinen Anteil hatte. Die lieben Kollegen habe ich mit 3 Kuchen abgefertigt und dafür im Gegenzug auch ein paar wirklich schöne Geschenke und liebe Worte bekommen. Ich fühle mich hier tatsächlich willkommen und geschätzt. Eigentlich das schönste Geschenk.
Nachdem die Unterweisung dann irgendwann doch überstanden war, sind Anne, Nico und ich in den großen Garten gefahren. Da ja wieder einmal hervorragendes Wetter war an meinem Geburtstag (naja, wer halt immer brav seinen Teller leer isst...), sind wir erst mit der Pioniereisenbahn (oder offiziell: Parkeisenbahn) gefahren und waren dann Eis essen. Also eher Kindergeburtstag, aber so mag ich das ja. Etwas erwachsener wurde es dann anschließend, als wir uns nochmal in die Sonne setzten und eine Flasche Sekt, welche Tanja mit gütigerweise geschenkt hatte, und ein Bierchen genossen. Der Tag verlief also weiterhin mehr als gut. Anschließend sind wir drei dann ins Triangel gefahren, dort hatte ich für den Abend für uns und außerdem noch Anne, Sabsi und Lisa einen Tisch bestellt. Das Triangel ist eine Spielekneipe, man kann also trinken, essen und nebenbei allerlei lustige Gesellschaftsspiele ausprobieren. Zuerst spielten wir Busen-Memory, dann noch Mitternachtsparty und Louis Looping. Es blieb also beim Kindergeburtstag. Schlafen durfte ich dann bei Anne, wo zunächst auch Günni noch seine Schmuseeinheit bekam (oder doch eher ich?) bevor der alte Mann in seine Träume entgleiten konnte...
Der Freitag gestaltete sich dann auch recht entspannt (wie absolut überraschend für einen Freitag in der Behörde...), obwohl wir sogar bis 16.00h am Schreibtisch saßen! Und auch gearbeitet haben! Belohnt haben Falko, Nico, Martin und ich uns dann mit dem fast schon rituellen Ausflug ans Elbufer, natürlich auch mit ein paar Bierchen. Bis kurz nach 18.00h ließen wir uns also die Sonne ins Gesicht scheinen, bevor Nico und ich mit zu Falko gefahren sind. Einigermaßen spontan hatten wir uns nämlich vorgenommen am Freitag mal die Neustadt ein wenig unsicher zu machen und da Falko just da seine großzügige Wohnung hat, war ein Schlafplatz schnell gefunden. Ungestärkt geht das alles aber nicht, also sind wir zunächst noch einkaufen gegangen, um uns auszurüsten. Entschieden haben wir uns dann letztlich für: Pizza, Frikassee, Bier und natürlich Vodka. Ja ja, die Zeichen stand also auf Exzess. Nachdem das Essen vor sich hin köchelte und wir ein Getränk nach dem anderen vernichteten, war es dann auch später geworden und so sind wir kurz vor 23.00h zum Downtown aufgebrochen. Dort wollten wir Laura treffen, jedoch war diese nicht da, also zogen wir mit Martin, welcher zwischenzeitlich auch noch gekommen war, durch die Neustadt und landeten mal hier und mal dort. Im Hebeda's noch schnell ein bissl die Füße warmgetanzt und 2 Bierchen vertilgt, dann ging es wieder ins Downtown, wo wir nun auch Laura antrafen. Was will man groß sagen: viel Getanze, weitere Biere, jede Menge gute Laune, nach Sonnenaufgang nach Hause und kurz vor 6.00h ins Bett gefallen. Ganz große Unterhaltung also!
Da Nico schon früh wieder raus musste, sind wir um 10.00h aufgestanden, haben was gegessen und Nico ist abgehauen. Falko und ich wollten mehr Entspannung und Sonne und haben uns deshalb erstmal noch in den Alaunpark gehauen. Dort quatschten wir über Gott und die Welt, stellten fest wie gut es uns doch geht und haben wieder am Bier genuckelt. Bis 15.00 haben wir das getan, dann sind wir doch aufgebrochen. Da ich für Sonntag Mittagsgäste geladen hatte, musste ich irgendwann doch wieder nach Meißen aufbrechen. Vorher hatten wir allerdings die famose Idee noch im IKEA vorbeizuschauen und was gibt es noch entspannteres als das zur Abrundung eines solchen Samstags?!? Großartig fündig geworden sind wir zwar nicht, aber nett war's trotzdem. In Meißen hab ich dann erstmal noch den Kühlschrank aufgefüllt und ein bissl geputzt, bevor ich zur Entspannung mal auf meine Couch niedergesunken bin.
Am Sonntag 12.00h kamen dann Anne, Ralfi und Nico zum Essen vorbei und ich kredenzte ihnen meine mittlerweile fast schon legendären gefüllten Paprikaschoten. War auch sehr lecker. Zur Verdauung sind wir ein wenig im Sonnenschein spaziert ehe wir uns noch ein wenig an der Wii sportlich betätigten. Gegen 16.00h war der Spaß dann auch schon wieder vorbei und ich nutze die letzten Wochenendstunden, um doch noch ein wenig Erholung zu erhaschen.
Der Montag war ein typischer Montag. Dazu muss man gar nicht viel sagen, es ist ja auch nicht außergewöhnlich. Das beste daran war letztlich die Planung für den Dienstag. In Dresden war Nachtwanderung angesagt und das ist - gelinde gesagt - legendär. Nico, Falko und ich haben uns das natürlich nicht entgehen lassen wollen. Ich hab mich also wieder bei Falko eingenistet und nach dem gleichen Ritual (Einkaufen, essen, Bier, Vodka - das heißt, den Vodka gab es diesmal zuerst), sind wir 20.00h Richtung Hauptbahnhof aufgebrochen, wo wir uns mit Martin getroffen haben. Von dort aus ging es zu Nico's Freundin Sina, wo wir kurz noch in der WG abgestiegen sind, ehe wir mit der Nachtwanderung begannen. Doch was ist das überhaupt? Einmal im Jahr, am Abend vor dem Dies academicus, gibt es diese Veranstaltung, bei der man für 10€ Eintritt in 16 verschiedene Clubs kommt, dort mit günstigen Getränken versorgt wird und die ganze Zeit einen großartigen Shuttle-Service genießen darf. Und so pilgerten wir von Ort zu Ort, schafften letztlich "nur" die Hälfte und tanzten, tranken und hatten jede Menge Spaß. Im Club Mensa blieben wir dann zuletzt, aber schon kurz nach 5.00h sind wir auch dort verschwunden und wieder zu Falko gefahren, wo wir kurz vor 6.00h ins Bett gefallen sind. Und für alle, die sich jetzt fragen "War Mittwoch nicht Werktag?" - ja. Also, kurz vor 10.00h aufgestanden, geduscht und ab ins Büro. Dank Alkoholtester wussten wir, dass wir auch noch Restalkohol hatten, aber wen juckt das schon. Es gibt ja Tage, da macht man einfach mal Dienst nach Vorschrift und dies war nun so ein Tag. Meine Ausbilderin guckt zwar etwas verdutzt, als ich dann doch erst 11.00h auf der Matte stand, nahm es aber doch locker. Knapp 6 Stunden habe ich dann auch mein Bestes gegeben, bevor wir die Segel gestrichen haben und nach Meißen aufgebrochen sind.
Und das war nun meine Geburtstagswoche in Kurzform. Was lernen wir? Man ist so alt wie man sich fühlt. Und ich fühlte mich jung! Das lag nicht zuletzt an Falko, dessen geradezu jugendliches Esprit mit seinen 20 Jahren auf mich abfärbt und das genieße ich sehr. Ich kann es kaum erwarten bald wieder die nächsten Schandtaten zu begehen, aber bis dahin müssen nun erstmal wieder ein paar Akten bearbeitet werden...

Montag, 7. März 2011

Fierce + Mighty = Aphrodite

Lange habe ich darauf gewartet, sehr lange: seit September schlummerte mein Ticket und wartete auf seinen Einsatz und am Freitag endlich war es soweit! Kylie in Leipzig, zum ersten Mal in Ostdeutschland. Die Stadt begrüßte die kleine Australierin mit bestem Frühlingswetter und das war auch für mich gut, denn der Showtag sollte lang werden. Schon um 14:00 war ich an der Arena Leipzig, was natürlich lächerlich zeitig war, aber wenn man schon mal eine Stehplatzkarte hat, dann will man ja auch weit vorn landen. Also muss man auch rechtzeitig da sein.

das Setting: ein griechischer Tempel
Natürlich war ich aber nicht der Erste vor Ort, schließlich gibt es ja noch viele wesentlich verrücktere (ja, tatsächlich!) Fans. Aber viele waren auch nicht vor mir. Und lustigerweise wusste bei einigen auch, wer sie sind, da man sich aus dem Fan-Forum kannte. Und so wurde die Zeit mit dem Erfahrungsaustausch von vorherigen Tourneen und allen möglichen anderen Anekdoten verbracht. Um 18:30 öffneten sich dann die Pforten der Arena und mir wurde Einlass gewährt. Sogleich rannte ich also los und konnte tatsächlich einen Platz in der ersten Reihe am Ende des Laufstegs ergattern. Das Unglaubliche war vollbracht! Nun hieß es nur noch: warten. Denn erst weiter zweieinhalb Stunden später sollte das Konzert beginnen. Verkürzt wurde die Zeit allerdings durch die Vorband Frida Gold, deren Musik auch recht ansprechend war, nicht so sehr wie deren Sängerin und ihrem kaum vorhandenen Rock allerdings.

das große Schwarze

Um 21:00 dann gingen die Lichter aus und die ersten Klänge ertönten im weiten Rund. Die Projektionen auf den Videowänden begannen und man fand sich plötzlich in einem griechischen oder vielleicht doch eher atlantischen Tempel wieder, denn das ganze spielte unter Wasser. Und dann erschien Kylie; in einem togahaften Gewand thronte sie auf einer goldenen Muschel. Umringt von zahlreichen Tänzern und Akrobaten wirbelte sie über die Bühne und präsentierte Hit and Hit und viele Lieder vom letzten Album, Aphrodite.

There must be an angel...
Während der Show ließ sie sich auf einem Streitwagen über die Bühne ziehen, ritt auf einem goldenen Pegasus, flog auf einem Engel und plantschte inmitten eines Springbrunnens. Und spätestens jetzt wusste jeder, dass Kylie-Konzerte eher Musical denn pures Konzert sind. Und wenn man der Lautstärke glauben schenken durfte, hat es auch allen gefallen. Besonders die Ausflüge an das Ende des Runways waren natürlich für mich besonders schön, da ich dann nur noch etwa 4 bis 5 Meter von ihr entfernt war.

große Gefühle
Und ich muss schon sagen, scheinbar habe ich ihre Aufmerksamkeit erregt, denn des öfteren sah sie mich persönlich an, zeigte auf mich während sie bei What Do I Have To Do 'I love you' sang *schmelz* und erfüllte auch meinen Musikwunsch Your Disco Needs You, natürlich inklusive der deutschen Textzeilen. Kurzum, es war unglaublich und ich war im Himmel.


I'm loving angels instead...

Kylie selbst hatte auch richtig gute Laune, denn sie unterhielt sich viel mit dem Publikum, lachte oft, lies sich vom Gekreische aus dem Konzept bringen und überlies uns dann das Singen. Und obwohl meine Füße vom vielen Stehen bereits schwer mitgenommen waren, tanzte ich die ganze Zeit durch, klatschte bis die Hände weh taten und grölte bis ich heiser war. Und hörte natürlich auch dann nicht auf.

nur einer von vielen Momenten direkter Interaktion

Und so war es Ende das mit Abstand beste Konzert auf dem ich je war, vor allem natürlich aufgrund der Nähe, aber die Show an sich hätte diese Wertung auch schon erreicht. Um kurz nach 23:00 entschwebte sie der Bühne, ich verabschiedete mich von den neuen Bekanntschaften und kämpfte mich vom Parkplatz durch die Stadt und über die Autobahn nach Halle, wo ich trotz des noch immer extrem hohen Adrenalinspiegels schnell einschlafen konnte, denn immerhin war ich dann ja auch schon 20 Stunden auf den Beinen.

für die Damen war auch was dabei

Und auch wenn dieser Abend natürlich nicht mehr getoppt werden konnte, so hielt das Wochenende doch noch weitere Highlights parat, vor allem das Spiel der Saalebiber gegen Döbeln, die große Geburtstagsfeier der Mädels und am Sonntag das lang ersehnte Wiedersehen mit Nicole, inklusive Kaffeeklatsch. Das schönste Wochenende des Jahres? Bisher auf jeden Fall!

Samstag, 5. Februar 2011

Behördenalltag

Zwar bin ich erst seit einer Woche in den heiligen Hallen der Rentenversicherung in Dresden, aber schon nach so kurzer Zeit erhält man einen gewissen Einblick, lernt bestimmte Dinge kennen und zieht einige Parallelen. In diesem Fall zu einem meiner Lieblingsfilme und passenderweise auch meine Lieblingsszene daraus. Die Rede ist von 'Asterix erobert Rom' und der zu erledigenden Aufgabe, den Passierschein A38 zu erhalten. Nachdem ich nun diese Woche mit so netten Vordrucken wie V100 oder R990 und anderen zu tun hatte, komme ich zu der Einsicht, dass die Realität nicht sehr vom Film abweicht. Auch die einzelnen Personen sind alle anzutreffen, hier seien zwei Beispiele exemplarisch ausgewählt:


Anne und ich

auch diese Kollegin gibt es

Wer also einen Einblick in meinen momentanen Tagesablauf möchte, darf sich gern noch einmal in die eigene Kindheit versetzen und die folgenden 11 Minuten filmischen Schaffens genießen.

Montag, 31. Januar 2011

Ein Ende und ein Anfang

Es ist geschafft! Naja, für den Moment zumindest. Letzte Woche endete der erste Ausbildungsabschnitt mit zwei Prüfungen in Renten- und Sozialverfahrensrecht. Wie üblich habe ich kein wirkliches Gefühl und muss daher zunächst die Ergebnisse abwarten, aber wir sind ja optimistisch und denken, dass es schon irgendwie gereicht haben wird.

Am Freitag dann hatte ich einen ganzen Tag lang Ferien und selbst das fühlte sich schon wie Luxus an. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, dass man jahrelang Student war und da auch mal 10 Wochen und mehr Semesterferien hatte. Aber so wurde dann eben dieser eine Tag und das anschließende Wochenende für eine kurze Heimreise nach Halle genutzt. Neben ein bisschen Erholung sollte die Zeit natürlich vor allem dafür genutzt werden, dass man ein paar 'alte' und neue Gesichter wiedersieht und einfach ein wenig Spaß und Zerstreuung findet. Für letzteres sorgte bereits der Kinobesuch mit Jana am Freitagabend (Love and other Drugs - sehenswert!) und wurde dann am Samstag noch intensiviert. Kurzerhand hatte ich mich bei meiner Lieblingsfamilie, den Wiezoreck-Schubert's, eingeladen, um deren kleine Rasselbande und natürlich die Eltern selbst mal wieder zu sehen. Bevor ich den Besuch antreten konnte, habe ich für den kleinen Noah natürlich auch noch ein kleines Geschenk zusammengeschustert und dabei kam diese Windeltorte heraus:


eine Windeltorte
 Zwar konnte Noah sie nicht selbst entgegennehmen, aber stellvertretend haben sich seine Eltern für ihn bedankt und die Dekorationsteile, die für Noah nicht geeignet waren, auch gleich den eigenen Leib zugeführt. Für mich gab es lecker Kuchen und Kaffee und vor allem jede Menge Spaß mit den beiden Kleinen. Vor allem Noah (oder Tim?) wollte ich gar nicht wieder hergeben. Anschließend pilgerten wir gemeinsam zum Heimspiel der Saalebiber gegen Dresden (über dessen Ergebnis wir hier kein Wort verlieren...), aber auch dort habe ich mich vor allem für die Kinderschar interessiert, zumal auch der jüngste Gruppenzuwachs Luke Maximus Büttner seinen Einstand gab und der versammelten Schar präsentiert wurde. Anschließend kehrten wir zu Wiezorecks zurück, um den Abend bei weiteren Kindereien, Leckereien und Spielereien ausklingen zulassen. So war das Wochenende für mich also sehr gelungen.

Noah und Leon
Am heutigen Montag nun sollten neue, andere Zeiten anbrechen. Vorbei ist es mit der Ruhe des Studiums in der FH - willkommen im Büroalltag! Erwartungsgemäß ist heute noch nicht allzu viel passiert, aber schon das frühe Aufstehen hat einen ersten Vorgeschmack auf anstrengende Tage gegeben. Nachdem wir in einer kurzen Vorstellungsrunde dem Ausbildungsteam präsentiert wurden, fand dann auch die Einteilung in die Einzelnen Gruppen statt, wobei ich in das mit nur zwei Auszubildenden kleinste Team kam. Bisher empfinde ich das als Vorteil; schauen wir mal, ob das so bleibt. 

der erste Schritt auf dem Weg zur Weltherrschaft
Natürlich wurden wir auch ein Wenig im Haus herumgeführt, bekamen dabei das Casino (also doch militärischer Drill in der Rentenversicherung!) und das Formularlager (beängstigend!) zu sehen. Anschließend wurden wir mit allerlei Büroutensilien ausgerüstet; darunter fanden sich auch einige coole Dinge, die mir ein Gefühl vermitteln, dass auch ich kleines Licht eine gewisse Macht haben werde, etwa dieses hier:
Insignien meiner Macht
Gemeinsam mit Lisa habe ich dann unser Büro bezogen und wurde von unserer Ausbilderin Frau Schöne - welche ihrem Namen alle Ehre macht - in ein paar erste Dinge eingewiesen, alles aber noch recht unspektakulär. Aber am ersten Tag muss man ja auch nicht gleich verschreckt werden. Am Nachmittag fanden sich auf unserem Schreibtisch dann aber doch noch die ersten Unterlagen ein, welche noch gesichtet und aufgearbeitet werden wollten. Und so saß ich dann bis 17.00 Uhr an meinem Schreibtisch, beobachtete die einbrechende Dunkelheit und habe vor mich hin studiert. Und zum ersten Mal stellte sich auch das Gefühl ein, dass es sich um ein Studium handelt.

Kollegin Lisa
Anschließend ging es wieder Richtung Meißen nach Hause. Allerdings musste ich nicht selbst fahren, da Diana, Nico, Marcel und ich eine Fahrgemeinschaft bilden und ich so nur eine Woche im Monat selbst hinter das Steuer muss. Morgen geht es noch etwas früher los; 6.30 Uhr treffen wir uns zur Abfahrt Richtung Dresden, wo wieder mein Schreibtisch auf mich warten wird und hoffentlich auch ein paar spannende neue Aufgaben. Mal schauen, wie sich der Büroalltag weiter gestalten wird. Wenn es lohnenswert ist, wird an dieser Stelle sicher darüber berichtet werden.

mein Schreibtisch - mein Reich


Dienstag, 4. Januar 2011

Herzlich Willkommen, Noah!

Wie bereits berichtet, wollte Doreen sich das großartige Datum 1.1.11 nicht entgehen lassen und da Maik ihr keinen Antrag machte, musste eben Noah 10 Tage zu früh das Licht der Welt erblicken. Dies allerdings geschah mit einer logistischen Meisterleistung und umgehenden Transfer von Wolfersdorf nach Kröllwitz und so können wir den kleinen Racker nun putzmunter in unserer Runde begrüßen. Bei einem kurzen Besuch im Krankenhaus bei Noah und der glücklichen Mama, zu welchen sich dann auch noch der Papa gesellte, konnte ich mich auch vom ordnungsgemäßen Zustand aller Beteiligten überzeugen und kann nur zu dem Fazit kommen, dass die beiden da mal wieder ganze Arbeit geleistet haben. Herzlichste Glückwünsche daher auch noch einmal an dieser Stelle. Abschließend bleibt nur zu sagen, dass ich nach wie vor Interesse an Leon habe. Wenn ihr den also mal für ein paar Stunden oder Tage abzugeben habt, meine Bewerbung steht noch.


der kleine Noah, friedlich beim Schlafen

die stolzen Eltern, Maik & Doreen

Silvester im Funkloch

Hier ein paar wenige Bilder vom Silvesterausflug des Gesundheitszirkels. Gemeinsam hatten wir eine Pension/Herberge im tiefsten Thüringen gemietet, welche sehr familiär, kuschelig und vor allem entfernt jeglichen Handyempfangs gelegen war. Unsere Zeit verbrachten wir größtenteils mit Gesellschaftsspielen aller Art, wobei auch tagsüber dem Alkohol schon zugesprochen wurde. Der Silvesterabend gestaltete sich anfangs für unsere Verhältnisse ruhig, doch spätestens die Böllerei brachte den altbekannten Trubel in die Runde. Als Doreen dann kurzentschlossen noch ein Kind bekommen wollte, war wirklich Leben in der Bude. Der Neujahrstag wurde zu weiteren Spielereien, vor allem aber zum Auskatern genutzt. Und am 02. Januar ging es dann zurück in die Zivilisation. Ist jetzt alles sehr kurz, aber wer mehr wissen möchte, darf gern nachfragen.

Spielerunden aller Art waren unser täglich Brot

ein Schneeengel

meine neue Skijacke, leider ohne passende Mütze

Pascha Leon wird zum Rodeln getragen

die schwarze Piste

gefeuerwerkt wurde natürlich auch

die Damen ließen es etwas ruhiger angehen

und völlig hirnverbrannt wurde dann auch noch Max gespielt...

Weihnachten 2010

Hier ein paar Eindrücke vom Weihnachtsfest 2010. Wer mich besser kennt, wird vielleicht wissen, dass Weihnachten und alle anderen Feiertage mir einigermaßen zuwider sind und im Prinzip war es auch dieses Jahr so. Es fing damit an, dass ich gar keine rechte Lust hatte überhaupt aus Meißen. Die dringend benötigte Erholung wurde mir auch nicht gewährt, so dass sich meine Laune auch in Grenzen hielt. Immerhin war es aber mal etwas Abwechslung vom sonstigen Alltag und mit Pia hatte ich hin und wieder auch Spaß.

Prunkstück der Festivitäten

Pia guckt sogar bei Bonbons begeistert


der Sandmann war meine Aufgabe


in den Schnee ging es natürlich auch


wieder eine neue Form, meine Liebe zu zeigen

und als Reittier wurde ich auch misbraucht

The best of 2010

So, hier mal ein kleine Liste von Dingen, die ich 2010 so ziemlich großartig fand:

Lieder
  • All The Lovers - Kylie
  • Just The Way You Are - Bruno Mars
  • You've Got The Love - Florence & The Machine
  • Heartbreak Warfare - John Mayer
  • We Are The People - Empire of the Sun

Filme
  • A Single Man
  • The Ghostwriter
  • Valentinstag

Events
  • Umzug & Studium
  • Feststellen zu können, dass Freundschaften Distanzen überwinden
  • neue, sehr besondere Menschen kennen zu dürfen
  • Büttner's Hochzeit & die gesamte Vorbereitung (sowas geht nur bei uns!)
  • Urlaub in Bulgarien
  • Fussball-WM